Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 3-4 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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47 da auch ihr, die verstreuten Kinder des Fluchs, mit einem neuen Namen genannt werdet, daß man euch nennet „das heilige Volk, die Erlösten des Herrn," und man von eurer Stadt sage, „ die unverlassene Stadt," darum, daß ihre Kinder sie suchen und gen Zion kommen mit Jauchzen, ihre Zunge voll Lachens und ihr Mund voll Rühmens: Der Herr hat Großes an uns gethan, deß sind wir fröhlich! Und ob es währt bis in die Nacht, und ob's darnach nicht aussieht zu unsrer Zeit, es kommt gewißlich, daß sie Alle dem Gekreuzigten die eisernen Nacken beugen; denn also steht geschrieben: Ich schwöre bei mir selbst, und ein Wort der Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, dabei soll es bleiben: Mir sollen sich alle Kniee beugen und alle Zungen schwören und sagen: „Im Herrn Hab ich Gerechtigkeit und Stärke." Jesus Christus ist unser Herr, und der Gekreuzigte ist unsere Gerechtigkeit. Wendet euch zu Ihm, so werdet ihr selig aller Welt Ende! Amen. Wie man sich jüdischerseits in exegetischen Verlegenheiten hilft. (Fortsetzung und Schluß.) Wenn wir nun auch gern zugeben, daß die lutherische Bibelübersetzung (und eine andere besondere Missionsbibel haben die Missionare nie und nirgends verbreitet) in manchen Stellen nicht ganz genau ist und hie und da eine Verbesserung und Berichtigung gemacht werden könnte: so ist es doch nur eine gemeine und ganz grundlose Beschuldigung, man wolle mit der lutherischen Bibelübersetzung so zu sagen christliche Dogmen und Glaubenssätze einschwärzen. So viele Schmähungen und Verdächtigungen die allgemeine Zeitung des Judenthums auch gegen die genannte Bibelübersetzung gebracht hat, erinnert sich Schreiber dieses nicht, je auch nur ein einziges Beispiel gelesen zu haben, das diese gewissenhaften und ängstlichen Reformkritiker zum Beweise ihrer Behauptungen und Beschuldungen angeführt hätten. Alles, was sie in dieser Zeit gegen die von den Missionaren verbreiteten Bibeln endlich einmal entdeckten,