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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 3-4 (1868) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
3-4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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46 das, was bisher gewirkt ist durch die, die dort im Geist und in der Liebe Christi arbeiten. Sei es noch so wenig, die Hauptsache ist doch dies: durch die lautere Predigt und durch die lautere Liebe, die in Zion eine Stätte gefunden, ist der selbst, den sie einst hinausgestoßen vors Thor, von Golgatha her in die Stadt hineingeholt. Und der ist's, der ihr heraufbringen wird, was ihr gesagt ist durch den Mund des Propheten: Siehe, ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr Volk zur Freude; „ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk, und soll nicht mehr darinnen gehört werden die Stimme des Weinens, noch die Stimmedes Klagenö;" dann heißt sie wieder die Friedensstadt, denn der Friedefürst ist in ihrer Mitte. Ja, wenn Jesus Christus erst auf Zion wohnet mit seinem Geist und seiner Liebe, dann ist sie „Zion mit neuem Namen," dann wird des Herrn Mund sie nennen: „Meine Lust an ihr!" „O Jerusalem, ich will Wächter auf deine Mauern bestellen, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen und die des Herrn gedenken sollen." — Nun der Herr hat es ja erfüllt; die Wächter evangelischen Glaubens, die Er dahin gestellt, möchte Er sie auch stärken nimmer zu schweigen, bis das Zions Gerechtigkeit hervorbreche wie ein Glanz, und ihr Heil wie eine Fackel entbrenne. Ja, ihr Zionswächter, rufet getrost, erhebet eure Stimme, wie eine Posaune: Zion, gedenke deines Herrn, den du verworfen und getödtet; kehre dich zu ihm, denn Er erlöset dich. Und wir, Geliebte, sollen und wollen auch nicht schweigen. Zwar wie Wenige sind es, die heute an Jerusalem noch denken, und ein Herz haben für die Bekehrung der Kinder Israel; aber ob Wenige, schweigen wir nicht, bekennen wir es ihnen laut mit Mund und Leben: Es ist in keinem Andern Heil, als in dem Namen Jesu Christi, für uns nicht, für Euch nicht. Eure Väter sind zu Schanden geworden an ihrer eigenen Gerechtigkeit und ihrem blinden Eifer um das Gesetz, sollen den Söhnen nicht endlich die Augen aufgehen, daß sie verlassen die löchrigten Brunnen, die kein Wasser gebend soll nicht endlich sich erfüllen, daß ihr „mit Freuden schöpfet aus dem Heilbrunnen," dem einigen, den uns Gott der Herr gemacht? — und wer daraus trinket, der wird nicht dürsten ewiglich. Soll nicht endlich die Zeit anbrechen,

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