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Dibre Emeth · 1868-01-01 · 3-4 (1868) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
3-4 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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45 die Missethat erkennen, damit sie gegen den Herrn ihren Gott gesündigt? Die stolzen Nacken hat Jehovah gebeugt, aber, also spricht der Hohe und Erhabene, der in der Höhe und im Heiligthum wohnet und bei denen, so zerschlagenen und demüthigen Geistes sind: Saget der Tochter Zion: „Siehe, dein Heil kommt, siehe, sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung ist vor ihm!" Geliebte in Christo, was seit Jahren in Jerusalem geschieht durch des Herrn Hülfe, wir nehmen es als ein Angeld, daß diese Stadt des Zornes auch wiederum werden solle eine Stätte und Zeugin göttlicher, barmherziger Liebe. Wir wollen es nicht überschätzen. Es ist noch ein gar enges Feld, das die barmherzige Liebe in der heiligen Stadt und im heiligen Lande erobert hat, ein Feld, auf welchem durch Schule und Predigt, durch Herbergen und Krankenhäuser die Samariterliebe ihre Arme ausstreckt gegen die Elenden, Kranken und geistlich zum Tode Verwundeten aus Israel und Jsmael, und somit recht eigentlich in den Fußstapfen des großen Samariters geht, der dort umhergezogen und hat wohlgethan. Es ist noch gering, aber die Liebe ist stark, wie der Tod! und wo die beiden Hand in Hand dort auf den Plan treten, die selbstlose Liebe und der lautere Glaube unter dem Panier des Kreuzes, da wird ja auch das Volk sich beugen müssen, von dem gesagt ist: „Ich weiß, daß du hart bist." Gott sei gelobt um das, was er bisher gethan hat; es giebt uns Zeugniß, wie von Juden und Muhamedanern, seien es bis jetzt auch nur wenige, sich gefangen geben unter die Macht des kleinen evangelischen Glaubens- und Liebesheeres, das dort streitet. O, wenn der Geist auf heiligem Boden erst feste Wurzeln schlägt, wenn anstatt des blinden Hasses, der dem göttlichen Liebesherzen, das Jerusalems Kinder sammeln wollte, wie eine Henne ihre Küchlein sammelt unter ihre Flügel, mit dem Tode am Kreuz bezahlte, wenn statt dessen die Liebe dort eine Stätte gewinnt, die aus dem Glauben an Ihn quillt; dann, o dann röthet sich der Himmel über Zion, ihre Gerechtigkeit ist nahe, daß sie komme, und ihr Heil zeucht aus, dann rückt wohl näher und näher die Zeit, da Gottes Augen mit Erbarmen wieder schaun auf Zion, und seine Friedensgedanken über ihr sich erfüllen: „denen zu Zion wird ein Erlöser kommen und denen, die sich bekehren von den Sünden, in Jacob." Deß ist uns Bürgschaft und Anhalt

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