Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 1-2 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 Die ärgste und schlechteste Weise aber, die man in der letzten Zeit von Seiten der Reform in Anwendung gebracht hat, um über die exegetischen Schwierigkeiten hinwegzukommen, ist noch eine andere: wir meinen die, welche in der deutschen Uebersetzung des alten Testaments beobachtet und gehandhabt wird, die von der israelitischen Bibelanstalt im Druck erschienen ist, und wie die allgemeine Zeitung des Judenthums zum Oeftern berichtet, in vielen Tausenden von Exemplaren verbreitet wird. Diese Uebersetzung ist, wie sich die Leser der Dibre Emeth erinnern werden, von den Reformjuden absichtlich und hauptsächlich darum veranstaltet worden und wird darum so eifrig verbreitet, um der Verbreitung der lutherischen Bibeln, die von den Juden gewöhnlich in gehässigem und verdächtigendem Sinne die Misstonsbibel genannt wird, entgegen zu wirken und dieselbe gänzlich zu verhindern. Man gab von Seiten der Juden vor, diese sogenannte Misstonsbibel sei keine getreue Uebersetzung, sie sei allenfalls für Christen, keineswegs aber für Juden brauchbar, weil man die christlichen Dogmen und Glaubenssätze hineingebracht habe, und nun hoffe und wünsche, die christliche Religion dadurch auözubreiten und was vergleichen Verdächtigungen mehr waren. (Fortsetzung folgt.) Die britischen Gefangenen in Abyssinien. Unter dieser Ueberschrist theilt das Jewish Intelligence im Octoj berheste einen Brief von Herrn Henry Blanc, einem der Mitgefanges nen, an seinen Schwiegervater, den Herrn Pastor Panchaud in Lausanne mit, der uns einen Blick thun läßt sowohl in die Lage der Gefangenen als auch auf den Zustand des Landes und besonders in den Charakter des Königs Theodorus. Mögen die Dinge in jenem j merkwürdigen Lande jetzt, seit der Expedition der Engländer, auch anders stehen, worüber wir auch wohl bald Nachrichten erhalten j werden, so enthält der Brief doch so viel Interessantes, namentlich j über den Charakter des Königs Theodoms, daß wir ihn unfern Lesern s nicht vorenthalten wollen. Herr Blanc schreibt: