Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1868-01-01 · 1-2 (1868) · page 22

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
24 (1868)
Issue
1-2 (1868)
Date
1868-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554765-2554767--04865-2560806
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

einigkeit, da Gott spricht: „Wir wollen einen Menschen schaffen in unserm Ebenbilde, in Aehnlichkeit mit uns." 1. Mos. 1, 26. Diese Lehre hat also ihren alten, tiefen, festen Grund im alten Testament, in den Schriften Mosis und der Propheten, was auch unsere heutigen Juden dagegen sagen mögen; Merkwürdig ist es, daß gerade die Worte der heiligen Schrift, die Worte im Gesetz Mosis, auf die unsre heutigen Juden ihre so stark betonte Lehre von dem Einig Einzigen im Gegensatz zu der christlichen Lehre von Gott gründen, die sie für das mächtigste Bollwerk ihrer Stellung halten, die sie daher auch in ihren Geboten mit so gewaltiger Stimme aussprechen, die Worte: »Höre, Israel, der Herr unser Gott, ist ein einiger Herr" oder wie die israelitische Bibel die Worte giebtr „Höre, Israel, der Ewige, unser Gott, der Ewige ist einig," 5. Mos. 6,4 — merkwürdig ist es, sagen wir, daß gerade diese Worte in den Augen der alten Juden ein klarer Beweis waren von der Dreiheit in der Einheit Gottes. Die Dreiheit finden sie in den drei Namen: „Der Herr," „Gott," „Herr;" aber dieser Dreiheit wird die Einheit zugeschrieben; denn es heißt, dieser Herr, unser Gott ist „Ein" Herr. Wir Christen legen kein Gewicht auf solche Beweise; aber den Angriffen der heutigen Juden gegenüber, die sich immer geberden, als sei die christliche Lehre von der heiligen Dreieinigkeit das unsinnigste Monstrum, von dem in den frühern Jahrhunderten und Jahrtausenden kein einziger Jude Etwas gewußt habe, haben dergleichen Zeugnisse ihren großen Werth. Wir haben klare, unwidersprechliche Beweise in dem Worte der heiligen Schrift des alten Testamentes; und wir meinen, die Lehre von der heiligen Dreieinigkeit bilde den Schlüssel und öffne uns das Verständniß des Wortes Gottes, ohne welchen Schlüssel wir auch nicht im Stande sind das erste Kapitel der Bibel zu verstehen. Denn wahrhaft lächerlich ist schon diejenige Erklärung, zu der unsre, mit ihrer Vernunft und Gelehrsamkeit so prahlenden Juden ihre Zuflucht nehmen, wenn sie die Mehrheit in 1. Mos. 1, 26: „Lasset uns Menschen machen" u. s. w. für einen Majestätsplural erklären und sagen, Gott spreche von sich eben so in der Mehrheit wie Könige und Fürsten, wovon doch, wie die Herren sehr wohl wissen, in der ganzen Bibel keine Spur zu finden ist. Eine andere Erklärung dieser Bibelworte, die unter den

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.