Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 24 (1868)
- Issue
- 1-2 (1868)
- Date
- 1868-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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IS Kirchenzeitung zuschrieb, kann er dies (Protest. Kirchenzeitung, 1859 Nr. 8) nicht thun, ohne sich zu folgendem Ausbruch veranlaßt zu fühlen: „Es ist möglich, daß das P. der Unterschrift sich zu einem jüdischen Convertiten entpuppt, der bei seinem Uebertritt zum Christenthum den Namen des größten Apostels annahm, mit ihm kokettirt, den übereifrigen Lutheraner spielt, bei jeder Gelegenheit onurs soibils et aliquid supra (alles wissenömögliche und noch etwas darüber) zu Tage bringt und jetzt, nachdem ihm die Subvention als Zeitungsschreiber in einer Provinzialstadt entzogen ist, in der Hauptstadt mit Vorlesungen debutirt." Man bedenke, daß der Geh. Kirchenrath, der das Jenaische Jubiläum mit seiner Predigt einweihte, dies Alles schrieb, bevor er wußte, ob ich der Verfasser des Artikels war. Ob dies wirklich von evangelischer Liebe zeigt? Er war auch sonst nicht gut unterrichtet, waS ein Pastor allerdings sein soll, bevor er also vorgeht. Ich habe den Namen Paulus nicht angenommen; er ist mir gegeben worden. Ich habe den übereifrigen Lutheraner nicht gespielt; ich weiß nicht anders, als daß ich heute noch dem lutherischen Bekenntniß zugethan bin; mir war die Subvention nicht entzogen, weil ich keine hatte, und schon seit mehreren Jahren gar kein Zeitungsschreiber war. Ich denke, falls dem Herrn Geh. Kirchenrath diese Zeilen heute vor Augen kommen, er sich die Warnung des Apostels wird zu Herzen nehmen: Gebet Raum dem Zorn u. s. w. Ich habe allerdings durch den Namen des Apostels, den ich trage, so viel Kraft bekommen, um nicht zu antworten, was ich seitdem auf keinen gegnerischen Ausfall gethan habe. Dann heißt es weiter: „Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Damit kann ich denn auch Herrn Nippold weiter beruhigen, denn nochmals S. 322 sagt er: „Um so häufiger ist ein derartiges Getriebe, wie es den Wegendes Contrastes von Ansprüchen und Leistungen mit Recht dem Kladderadatsch verfallenen Herrn Paulus Cassel charakterisirt." (S. 322 Note.) Was für ein Getriebe Herr Nippold meint, bin ich nicht im Klaren, kann also darüber nichts sagen. Daß ich dem Kladderadatsch verfallen bin, sollte ihm nichts Neues sein; es geschah das schon im Jahr 1850. Uebrigens scheine ich dies mit so vielen Andern zu theilen, aß es beinahe mehr Ehre als etwas Anderes geworden sein mag, — 2*