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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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185 de»r wenigen, welche seit dieser Zeit mit dem Anspruch Jehovahs Prophet zu sein, auftreten, in dessen Leben sich Ereignisse wie die von Sacharjah geweiffagten finden, Jesus Christus. Man sehe doch, wie Israel sich desselben um 30 Silberlinge entledigt hat. Die 30 Silberlinge sind dem Judas, dem Jünger Jesu, vom hohen Rath für sein Anerbieten, Jesum zu verrathen, gezahlt worden. Mehr bot freilich auch diesmal Gottes Volk durch seine Obersten nicht, um den von ihnen tief verachteten Nazarener aus ihrer Mitte zu schaffen. „ Glaubt auch der Obersten einer an ihn, sondern das Volk, das nichts vom Gesetz weiß, ist verflucht," antworteten sie einst den Knechten, auf welche Jesus einen so mächtigen Eindruck gemacht hatte, daß sie, ohne Hand an ihn gelegt zu haben, zurückgekehrt waren. Der Haß und die Verachtung der Person Jesu hielten bei den Führern des israelitischen Volks gleichen Schritt. Eben das prägt sich in der Summe aus, mit welcher Judas, das bequeme Werkzeug für die Beseitigung Jesu, bezahlt ward; und Jesu Liebesarbeit an seinem Volk erhielt solchen Lohn. Man vergleiche doch die Weissagung des Sacharjah und die Geschichte Jesu. Und wie bestätigen die weitereil Umstände des Todes Jesu, daß in demselben die Erfüllung der hier angezogenen Prophezeihung zu finden sei! Als die Verzweiflung den Judas wegen seiner That befiel, warf er den Lohn, für welchen der Hirt Gottes abgethan worden war, in den Tempel. Der Hohepriester aber fühlte wohl, daß dies Blutgeld nicht in den Tempelschatz gehöre, und darum kaufte er für dasselbe zur Bestattung der Pilgrimme den Töpferacker vor dem Thor, welcher nunmehr den Namen „ Blutacker" erhielt. „ Wie mir der Herr geboten hat," fügt der Evangelist Matthäus, der dies berichtet, hinzu, und übersetzt damit die Worte Jehovahs an den Hirten „und Gott sprach zu mir, wirf u. s. w." Der göttliche Wille vollzog sich eben in dem Ankauf dieses Ackers; dem Töpfer wurde das Geld gegeben, mit welchem der Hirt Jehovahs abgelohnt war. Nur die näheren Umstände und die einzelnen mithandelnden Personen berichtet noch die Geschichte der Erfüllung, aber im Uebrigen ist sie völlig der Ausdruck des Prophezeieten. Die erste Erfüllung, welche die Weissagung des Sacharjah schon in den Tagen des Matthäus erfuhr, ist jetzt aufgezeigt worden; die

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