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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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leicht gegenwärtig ist, Gefäße für das Heiligthum abzuliefern, das Geld hinzuwerfen. Was in den Tempel kommt, wird dann also nicht vor das Angeficht Jehovahs gebracht, sondern dem Verfertiger so geringer Gefäße übergeben. Aber noch deutlicher wird der Sinn der Stelle, wenn eins hinzutritt. Jehovah gebietet das Geld, mit welchem der Hirt abgelohnt ward, der so große Werke für Israel gethan hat, dem Töpfer als Weihegeschenk hinzuwerfen, also einem Menschen, dessen Arbeitsfeld die Lehmgrube ist. Indem der Hirt nun das Geld gerade da, wo der Töpfer im Tempel gegenwärtig ist, diesem zu Füßen legen muß, soll er damit im Namen Jehovahs erklären: Das ist nicht mehr das Haus Gottes, sondern der Ort eines Töpfers, eines Töpfers Lehmgrube. Ein Kaufhaus und eine Mördergrube, klagt Christus später die Juden an, hätten sie aus dem Hause Gottes gemacht; zum Hause eines Töpfers, zu einer Töpferwerkstatt soll es nach der Drohung Jehovahs bei Sacharja verwandelt werden. Das aber sagt der Prophet nach der Rückkehr aus der Verbannung, und kündigt daher auch eine, nicht durch Israels Feinde willkürlich veranlaßte, sondern durch Jehovah selbst als Gericht verhängte Entweihung des zweiten Tempels an. Dieser zweite Tempel wird gleich dem ersten aufhören, Gottes Heiligthum zu sein, ob er zerstört werden wird wie der erste, bestimmt diese Weissagung auf den ersten Augenschein nicht ausdrücklich. Möchten doch aber die Juden darauf achten, daß an dieser Stelle des Sacharjah die Verwerfung des Hirten Gottes und die Beraubung des Tempels, welche Israel erfahren soll, als Grund und Folge miteinander in Verbindung gebracht werden. Wir bitten unsere Brüder aus Israel einmal stille zu stehn und der Ueberlegung ein wenig Raum zu geben. Die That der Verwerfung des Hirten, welchen Jehovah gesandt, kann nur zwischen der Zeit des Sacharjah, etwa 520 vor Christo und 70 nach Christo, der Zerstörung des Tempels liegen; denn diese Grenzen steckt die Weissagung selbst. Daß unter dem Hirten ein Prophet verstanden werden muß, werden die Juden selbst einräumen. Bald nach den Tagen des Sacharjah hört aber die Prophezeihung auf, und jedesfalls ist der erste unter

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