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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Ruhe, deßhalb ist der Friede von ihm geschwunden, der Friede im Leben, der Friede im Sterben. Denn da Israel seinen Hirten ablohnte, sprach Jehovah zu demselben: „ Und Jehovah sprach zu mir: Wirf ihn (den Lohn) zum Töpfer, den kostbaren Preis, welchen ich von ihnen geschätzt bin; und ich nahm die 30 Silberlinge und warf sie in das Haus Jehovahs, zum Töpfer. Und ich zerbrach meinen zweiten Stab, den Stab Wehe, zu vernichten die Brüderschaft zwischen Juda und Israel." Was dem Hirten geschehen ist, sieht Jehovah als ihm selbst geschehn an. Er selbst Jehovah ist von seinem Volk nur 30 Silberlinge werth geachtet worden. So weit aber hat Gott es mit Israel kommen lassen wollen, ehe er sein Heiligthum entweihte. Im Spott heiligen Zorns nennt Gott diesen Preis einen kostbaren Preis und befiehlt seinem Hirten denselben dem Töpfer vorzuwerfen. Der Hirt vollzieht Jehovahs Befehl, er wirft aber die 30 Silberlinge in das Haus Jehovahs, den Tempel, vor dem Töpfer. Die Auslegung dieser Stelle hat viele Schwierigkeiten verursacht. Ganz unhaltbar ist die Annahme, daß statt des Wortes Töpfer (tsv) das Wort Schatz ursprünglich im Text gestanden habe. Abgesehen von der Willkür solcher Veränderung steht dem entgegen, daß Jehovah dieses Geld wegzuwerfen und daher am wenigsten im Tempelschatz aufzuheben gebietet. Eben so wenig kann mit Recht behauptet werden, daß zum Töpfer so viel bedeute wie zu einem unreinen Menschen, ähnlich dem Deutschen „ zum Henker." Denn der Töpfer als Verfertiger der Kochgeräthe für den Tempel ist keine unreine Person, so daß man schon aus diesem Grunde auf das Argument der Unreinigkeit der Töpferei verzichten sollte, welche man aus der angeblichen Lage derselben im Thal Ben Hinnom hergeleitet hat, während dieselbe auch an und für sich gar nicht einmal dort zu suchen ist, sondern nach Jeremias 19, 1. 2 in der Stadt selbst gedacht werden muß; denn der Prophet wird aufgefordert einen Krug von dem Töpfer zu kaufen und dann erst vor das Töpferthor in das Thal Ben Hinnom hinaus zu gehen. Mehr für sich hat die Erklärung, daß der Hirt den Befehl Gottes erhält, in das Heiligthum zu gehn, um dem Töpfer, welcher viel-

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