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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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167 habe. Die elenden der Schafe aber nennt er Israel um deswillen, weil seine Vergangenheit so herrlich gewesen, und weil ihm die Verheißung gegeben war als ein rechtes Volk des Segens einmal die Menschheit um sich zu sammeln. Je verheißungsvoller also die Vergangenheit sich angelassen und je reicher die Zukunft sich gestalten sollte, desto tiefer war natürlich das Elend Israels, wenn es in der Gegen- , wart zu einer Heerde gehören mußte, welche von Gott mit dem Namen „Schlachtheerde" genannt wurde. Eine Schlachtheerde aber blieb die Menschheit auch da noch, als sie unter der Obhut des von Jehovah gegebenen Hirten für kurze Zeit gute Tage haben durfte, denn die guten Tage waren von zu geringer Dauer und nahmen je länger je mehr ab. Freilich heißt es: „Und ich (der Hirt) nahm mir zwei Stäbe; den einen nannte ich Huld und den anderen nannte ich Wehe, und ich weidete die Heerde, und ich vertilgte die 3 Hirten in einem Monat." Aber sodann weiter: „Und meine Seele ward über sie ungeduldig und auch ihre Seele ward meiner überdrüssig. Und ich sprach zu ihnen: Ich will euch nicht mehr weiden. Was stirbt, das sterbe, und was verkommt, das verkomme, und das Uebriggebliebene möge eins des andern Fleisch fressen. Und ich nahm meinen Stab Huld und zerbrach ihn um meinen Bund zu vernichten, den ich mit allen Völkern geschlossen habe, und er ward zerbrochen an diesem Tage." Der Hirt, welchen Jehovah bestellt hat, bringt der Menschheit angenehme liebliche Tage, und ebenso wird von dem Hirten nachher gesagt, daß er seinen Bund mit den Völkern zerbrochen habe; vorher hieß es dagegen, daß Jehovah nicht weiter die Bewohner der Erde schonen wolle. Und so wird das Unheil, welches über die Völker ergeht, das eine Mal auf Jehovah, das andere Mal auf seinen Hirten zurückgeführt; Jehovah und sein Hirt erscheinen so eng verbunden, daß beiden dasselbe Werk zugeschrieben werden kann. Durch den Propheten übt eben Jehovah seine Macht. Wenn der Prophet Gottes Wort in der Menschheit verkündigt, geht von demselben ein Segen aus, der ihr Leben lieblich und genußreich macht. „Denn, so sagt Gott selbst, gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin kommt, sondern feuchtet die

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