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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Erde und macht sie fruchtbar und wachsend, daß sie Samen giebt zu säen und Brot zu essen, also soll das Wort, so aus meinem Munde geht, auch sein; es soll nicht wieder leer zu mir kommen, sondern thun, das mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu ich es sende." Nun ging das Wort der Propheten Jehovahs seit den Tagen des Exils aus, die Könige der Völker und diese mit ihnen den mancherlei Befehlen gehorsam zu machen, durch welche sie berufen wurden an ihrem Theil das Reich Jehovahs wieder aufbauen zu helfen. Waren dann die Herzen des gerade herrschenden Reiches noch bereit sich sagen zu lassen, war der Sinn in ihnen noch verhanden, welcher bei selbst schwacher religiöser Erkenntnis doch den Eindruck, welchen die großen Thaten Gottes in Israel gemacht hatten, noch wirken ließ, dann konnte auch durch die Engel Gottes den bösen Gewalten, welche insgeheim ihre Macht im Leben der Völker auszuüben suchen, gesteuert werden. Hinter diesen Schleier läßt uns ein Daniel blicken, der da zeigt, wie der Engel Gottes stets von Neuem den Kampf mit den bösen Engeln aufnimmt, welche die Fürsten der Völker bestimmen wollen, Gottes Rath zu widerstreben und ihrem eigenen bösen Willen zu gehorchen. Die Geschichte macht uns das noch deutlicher. Wir finden in der That, daß Jehovahs Wort einen bedeutsamen Erfolg im Leben der Völker gewonnen hat. Gar manche politische Entschließungen eines Nebukadnezar, eines Cyrus, eines Darms und anderer Könige Persiens legen davon Zeugnis ab. Und gelang es dem Wort des geoffenbarten Gottes eben da, wo die Menschheit den Gipfel ihrer Macht erstiegen hatte, unter den Fürsten der großen herrschenden Reiche eine solche Wirksamkeit auszuüben, dann ließ die Huld Gottes um deßwillen auch einen irdischen Segen über die Völker ergehn. Nicht bloß das Land und das Volk, welches unmittelbar mit dem Wort Gottes in Berührung gekommen war, empfing den Gewinn eines fröhlichen Genusses seiner Erdengüter, sondern die Güte Gottes ließ ihren Segen über weiten Grenzen sich ausbreiten. Und so war denn, als z. B. Daniel und Esra und Nehemia mit dem Wort ihres Gottes an den Höfen der mächtigen astatischen Herrscher Einfluß gewinnen dursten, eben deßhalb auch der Zustand der Menschheit ein ganz anderer, als in , den Zeiten nach Alexanders Tode und während der römischen Herrschaft.

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