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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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166 So wird aber, wie der Prophet sagt, die Erde zerschlagen werden. Was gebaut war, wird alsdann niedergerissen, und die Gewalt kann zwar Leben zerstören, aber kein neues Leben pflanzen. Eine solche Zukunft stellt Jehovah den Völkern in Aussicht; sie wird eintreten, wenn sein Hirt vergeblich den Hirtendienst unter ihnen versucht hat. Dann will Gott der Menschheit es beweisen, daß seine Barmherzigkeit ein Ende genommen hat. Der Hirt Jehovahs wird allerdings sein Werk aufnehmen. Mit dem Wort des Friedens und der Gnade wird der Zeuge oder das Zeugenamt, der Prophet oder das Prophetenamt oder das Prophetenthum des Gottes, welcher in Israel sich geoffenbart hat, unter die Völker treten, aber er wird von solchem Beruf auch wieder durch Jehovah abgefordert werden. Die Schuld der Menschen wird es sein, wenn sich der Hirt von ihnen wiederum lossagt, er thut es erst nach langen Zeiten der Geduld. Und ebenso wird es Israels Schuld sein, wenn auch dies an seinem Theil von dem Elend betroffen wird, welches die übrige Heerde ereilt, nachdem ihr der Hirt den Rücken gewandt hat. Von Israel im Besonderen ist in den nunmehr folgenden Worten die Rede, wo der Prophet spricht V. 7: „Und ich weidete die Schlachtheerde, darum die elendesten der Schafe." Der Prophet berichtet nun von seinem Hirtendienst, welchen er damit vollbrachte, daß er Gottes Wort, so wie es ihm gegeben war, auch verkündigte. Er weidete aber eine Schlachtheerde. Wenn er nun hinzufügt: „Darum die elendesten der Schafe," so ist das nicht etwa ein Zusatz, welcher auf die ganze Heerde sich bezieht. Heißt es doch nicht: „Die Schlachtheerde und darum elenden oder elendesten Schafe," sondern die elenden der Schafe, so daß unter den übrigen Schafen die elenden hervorgehoben werden. Weil der Hirt die ganze Heerde weidet, darum weidet er auch den einzelnen Theil, nämlich die elenden Schafe, das Volk Israel. Sacharjah will mit diesem Wort seinem Volk es recht eindringlich machen, daß es jetzo nicht mehr Anspruch auf ein besseres Loos vor den übrigen Menschen machen dürfe, sondern nur als einen Theil der ganzen, einem Schicksal unterworfenen Menschheit sich zu betrachten

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