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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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164 Mittel die Masse zusammenzuhalten, damit sie ein beständig ergiebiger Quell für die Begehrlichkeit ihrer Gewalthaber bleibe. Segnen sie doch Jehovah, daß sie reich werden, indem sie Saft und Kraft und Mark den Völkern aussaugen. Aller Flor der Nationen, aller Fort' schritt im Handel und Wandel, alles Steigen in politischer Macht unter dem Regiment solcher Fürsten und Obrigkeiten ist nach dem Wort Jehovahs durch seine Propheten nur ein Mästen der Schlachtheerde, welche möglichst hohen Ertrag dem Eigennutz Etlicher bringen soll, und während sie scheinbar an Lebensmacht gewinnt, in der That nur der Schlachtbank näher geführt wird. Die alsdann herrschende Verblendung der Gewaltigen, welche einen Segen Jehovahs in ihrem Reich - und Mächtigwerden erblicken, findet aber darin einen scheinbaren Anhalt, daß sie eine Zeit lang die Schuld ihres Treibens nicht zu schmecken bekommen. Es gelingt ihnen eine Weile, sie bringen es wirklich zu etwas, sie häufen Wohlstand und dürfen in scheinbarer Ruhe genießen, was sie auf frevle Weise gewonnen haben. Damit dienen sie jedoch nur dem Rathe Gottes, dessen Wille es allerdings ist die Menschen nicht mehr zu schonen und ihrer sich nicht länger zu erbarmen. Die Bewohner der Erde sollen aus ihrer Mitte diejenigen hervortreten sehn, welche sie hinwürgen wie eine Schlachtheerde. Dahin soll es kommen, muß der Prophet verkündigen, und eben deshalb nennt Gott schon in dem Augenblick die Bewohner der Erde eine Schlachtheerde, wo er sie doch seinem Hirten zum Weiden mit dem Stabe Huld übergiebt. Und als nach der Verwüstung, welche Israel getroffen, Jehovah seine Propheten den Völkern als Hirten sandte, mußten dieselben wirklich auch bald erfahren, daß dieses neue Suchen der Liebe Gottes auf die Dauer jenen nichts helfen werde. Die Zeugen des geoffenbarten Worts werden aber in der That den Bewohnern der ganzen Erde gesandt, denn sie und nicht bloß die Bewohner des Landes Canaans sind gemeint, wenn Johovah spricht: „Denn nicht werde ich mehr die Bewohner der Erde schonen, und siehe, ich lasse die Menschen gerathen einen jeden in die Hand seines Nächsten und in die Hand seines Königs, und sie zerschlagen die Erde, und ich werde aus ihrer Hand nicht erretten."

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