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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 11-12 (1867) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
11-12 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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163 sich, was Israel Besonderes in den späteren Tagen bevorsteht, während doch die früheren Prophezeihungen gerade den umgekehrten Weg inne hielten. Die Zeit ist gekommen, wo Israels Prophet Jehovahs Botschaft an die ganze Menschheit ausrichtet und dieselbe auffordert, unter seiner Leitung eine Heerde Gottes zu werden. Was Israel betrifft, sagt ihm sein Prophet jetzo im Zusammenhang mit dem, was er der übrigen Menschheit zu verkündigen hat, und was der Menschheit im Allgemeinen gilt, darauf hat nun Israel ebenso zu achten, wie in früheren Tagen, da Jehovah allein zu ihm redete. Da aber der Prophet den Auftrag erhält mit dem ihm gegebenen Wort den treuen, liebreichen und segensvollen Dienst eines Hirten an den Völkern zu thun, werden ihm dieselben als eine Schlachtheerde bezeichnet. Jehovah spricht zu ihm: „Weide die Schlachtheerde, deren Käufer sie würgen und die Schuld nicht büßen, und deren Verkäufer sprechen: „„Gesegnet sei Jehovah, denn ich werde reich,"" und ihre Hirten schonen ihrer nicht." Im Folgenden sehn wir, daß der Hirt diese Heerde mit dem Stabe Huld weidet. Deshalb soll jedoch in den eben angeführten Worten des Sacharjah nicht der Zustand beschrieben werden, in welchem die Heerde sich etwa zu der Zeit schon befindet, da der Hirt Jehovahs das Weiden übernehmen will. Das würde nicht mit der geschichtlichen Wirklichkeit übereinftimmen. Vielmehr für Hirten, die aus ihrer eigenen Mitte hervortreten und in eine Schlachtheerde 6e zu verwandeln im Begriff stehn, soll der Hirt Gottes das Weideamt auf sich nehmen. Der Sinn ihrer eigenen Hirten ist der eben beschriebene, und sobald dieselben Gewalt empfangen, weiden sie die Heerde nach der ihnen natürlichen Art. Wie es alsdann, wenn dies geschieht, in der Heerde aussehn wird, beschreibt uns Sacharjah. Eine Handelswaare der Mächtigen sind dann die Völker. Der Hirtensinn ist den Führern entschwunden. Fürsten und Obrigkeiten denken nicht mehr daran diejenigen, welche ihrer Leitung anvertraut wurden, zu schützen, zu pflegen und zu fördern, sondern selbst auf Kosten des fremden Lebens sich behaglichen Genuß und Reichthum zu verschaffen. Nach ihrem Sinn sind die Völker allein für ihre wüste Lust und ihre unbändigen Leidenschaften vorhanden, und die Religion ist das bequemste 11*

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