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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 9-10 (1867) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
9-10 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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150 mehr aber dessen eigene und eifrige Anhänger zu seiner Verachtung beitragen, desto besser; vielleicht wird dann doch um so eher in Einem und dem Andern ein Verlangen nach Etwas Besserem rege. Traurig und schmählich aber ist es, daß man sich nicht scheut in solchen Erdichtungen allerhand Makel auf heilige Personen zu werfen, wie hier auf Mose, den Mann Gottes. In der ersten Ueberlieferung wird von Joseph gesagt und gerühmt, daß er „das Wort Gottes," das in „der Bundeslade enthalten" war, beobachtet, und „in Allem zu halten gesucht habe, was hier geschrieben steht." Das klingt nun allerdings sehr schön, und wenn man das behauptete auf den einfachen Grundsatz, auf die Lehre zurückführen wollte, daß das Halten und Beobachten des Wortes Gottes eingeschärst werden solle, so ist ja, wie Jedermann wohl weiß, eine solche Einschärfung ganz richtig. Gott der Herr hat Israel und uns Menschen überhaupt sein heiliges Wort dazu gegeben, daß wir es hören, lesen, lernen und thun sollen, daß wir uns „in Allem" nach dem geschriebenen Wort zu richten bemühen. Ermahnungen dazu gehen durch die ganze heilige Schrift hindurch. „Siehe," heißt es 5. Mose 4, 5, 6, „ich habe euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der Herr, mein Gott, geboten hat, daß ihr also thun sollt im Lande, darein ihr kommen werdet, daß ihr es einnehmet. So behaltet es nun und thut's." Zu Josua sprach der Herr Joh. 1,8: „Laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und thust allerdinge nach dem, das darinnen geschrieben stehet." Der ganze 119. Psalm ist im Grunde eine ernste und nachdrückliche Ermahnung, daß ein Jeder sich halte nach dem Worte Gottes. Der letzte Prophet des alten Bundes, Maleachi, schließt sein Buch mit den Worten: „Gedenket des Gesetzes Mose, meines Knechts, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb an das ganze Israel, sammt den Geboten und Rechten." Mal. 4, 4. Das Neue Testament enthält dasselbe: „Suchet in der Schrift," ruft der Messias Jesus Joh. 5,39 den Juden zu, „denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben darinnen, und sie ist's, die von mir zeuget;" und die Sadducäer straft er mit den Worten: „Ihr irret, und wisset die Schrift nicht, noch die Kraft Gottes." Matth. 22, 29. Derselbe

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