Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1867-01-01 · 9-10 (1867) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
9-10 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554757-2554763--04793-2560732
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

148 Nil zu versenken; dadurch würden zugleich die Wasser des Nils gesegnet werdenich will dir die Stelle zeigen, wo das geschehen. „Moses gingmit Serach anden Nil zur Stelle. Dort angekommen, nahm er eine Scherbe, schrieb den heiligen Namen Gottes darauf, warf sie in den Fluß und rief: Joseph! Joseph! die Stunde der Erlösung ist gekommen, die Gott unserem Vater Abraham verheißen. Gib Ehre dem Herrn, dem Gotte Israels! und halte deine Erlösung nicht auf; denn unsere Erlösung ist durch deinen Schwur an die deine gebunden. Zeige dich also, Joseph! wo nicht, sind wir deines Schwures ledig. „Augenblicklich erhob sich der Sarg vom tiefen Grunde des Nils und schwamm an die Oberfläche. Moses nahm ihn auf und trug ihn davon. Und lange noch lebte die Altmutter Serach, und blieb die greise und weise Rathgeberin das Kleinod Israels. In den Zeiten David's, als Scheba, der Sohn Bichris, aus dem Stamme Benjamin, sich gegen David empört hatte, rückte Jakob vor Abel-Beth-Maachah, in welche Stadt sich Schebä geworfen, . warf einen Wall dagegen auf und war schon daran, die Stadt zu stürmen und der Zerstörung preiszugeben. — Da trat die weise Altmutter Serach auf die Mauer der Stadt und rief von da herab: Hört! Hört! Saget doch Joab, daß er herantrete, ich wolle mit ihm reden. Und als Joab hinzugetreten, sprach sie: Bist du Joab? — So höre die Worte deiner Magd! — Zn alten Zeiten hieß es schon: „Man frage nur zu Abel an! „Und also wär's gethan. — „Ich bin eine Friedliebende, Treugesinnte Israels, und du willst eine Stadt und Mutter in Israel dem Verderben.preisgeben! willst zerstören ein Erbtheil des Herrn! „Das sei fern, fern von mir! antwortete Joab. Nicht verderben und zerstören möchte ich; den Mann nur suche ich, der seine Hand gegen den König erhoben; ihn gebt mir heraus, und ich ziehe von der Stadt ab. — Die weise Serach sprach dem Volke zu, dem gerechten Verlangen Joab's zu entsprechen und rettete so die schon für verloren gehaltene Stadt. „Und noch lange lebte in der Mitte Israels die weise Rathgeberin und niemals kostete ihr Mund, so wie Jakob sie gesegnet, den Ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.