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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 9-10 (1867) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
9-10 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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147 Die Lade mit den Gebeinen Josephs. (Schluß.) „Sie machte hierauf eine Pause, spielte dann lauter und sang freudiger dieselben Worte, so daß Jakob auf ihr Spiel und auf ihren Sang aufmerksam wurde und Wohgefallen daran fand, und als sie wieder und wieder dieselben Worte mit immer mehr jubelnder Stimme und mit immer tönenderem Spiele wiederholte, da kam die Freude auch in das bisher erstarrte Herz Jakobs, und Gottes Geist belebte ihn aufs neue; er begriff, daß sie die Wahrheit singe. — Gott segne dich, mein Kind! rief Jakob voll innigen Dankes; du hast durch dein Spiel und deinen Sang mein Herz erquickt, und meinem Geiste neues Leben gegeben, dafür möge der Allmächtige dir ewiges Leben gewähren und deinen lieblichen Mund nie den Geschmack des Todes kosten lassen! — O spiele und singe mir noch einmal, mein Kind, und mach' das Herz mir froh! — Noch sang und spielte sie, da kamen die Söhne mit den Geschenken Josephs und erzählten von dessen Leben und Walten in Egypten, und Jakob rief freudigen Herzens: Es ist genug! Mein Sohn Joseph lebt noch! Ich muß hin und ihn sehen, ehe ich sterbe. „Jakob's unwillkürliches Wort, sein väterlicher Segen ging in Erfüllung. — Als Israel sich zum Auszuge aus Egypten rüstete, lebte noch die erfahrungsreiche, die weise und verständige Altmutter Serach, die Tochter Ascher's. „Drei Tage und drei Nächte schon irrte Moses umher und suchte nach dem Sarge, welcher die Gebeine Joseph's umschloß, um sie, wie Joseph vor seinem Tode zugeschworen worden, mit aus Egypten zu nehmen. Da begegnete ihm Serach, die Tochter Ascher's. — Du scheinst so müde, Moses! frug Serach, woher kommt das?" „Ach, sagte Moses, schon drei Tage irre ich umher, die Gebeine Joseph's aufzusuchen; kannst du mir nicht sagen, Mutter Serach, wo sie begraben sind? Wohl kann ich es, antwortete Serach. Als Joseph gestorben war, da gaben die Weisen und Bilderschriftkundigen Egyptens, weil durch den Schwur Joseph's die Erlösung Israels an seine Gebeine gebunden sei, Pharao den Rath, dieselben in einen metallenen fünfhundert Centner schweren Sarg einzuschließen und diesen in den 10*

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