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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 9-10 (1867) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
9-10 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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146 An den Sinai möchten auch wir, wie jener Artikel es thut, zuletzt noch einmal ganz Israel führen, aber wir möchten unter treuem Gebet wünschen, daß dort der Donner der Gebote Gottes sein Herz zum heilsamen Erschrecken über sich selbst brächte. Das „verflucht ist, wer nicht hält alle Gebote dieses Gesetzes, daß er danach thue," möchten die Seelen der Kinder Israel vernehmen und darüber nach dem Erlöser schreien lernen, welcher das Opfer auch für ihre Sünden ward. Wenn die Zeit kommen wird, von welcher Sacharja 12, 10 geschrieben steht: „über das Haus Davids und die Bürger zu Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets; denn sie werden mich anrufen, welchen jene zerstochen haben, und werden ihn klagen, wie man klaget ein einiges Kind; und werden sich um ihn betrüben, wie man sich betrübet um ein erstes Kind," da wird Gottes Volk auch das sanfte Säuseln des heiligen Geistes in seinem Herzen spüren dürfen, welches der Prophet Elias am Sinai vernahm. Israel wird dem Hirten danken, der ihm nachgegangen ist in die Wüste der Zerstreuung, um seinen Fuß aus den Schlingen der Sündendornen zu ziehn, und wird das Passahlamm nicht verachten, welches am Opferaltar des Kreuzes sein Blut vergossen hat. Wenn seine Sünden Israel blutroth vor Augen stehn, da, in dieser tiefsten Roth wird es anbeten, daß der Gott seiner Väter ihm den eingebornen Sohn zur Sühnung aller Schuld entgegengebracht, und unter dem Marterstamm des Gekreuzigten wird sein Hosiannah erschallen. Alsdann wird es aber auch geschehen, was die Schlußworte des von uns bekämpften Artikels aussprechen — und wir nennen sie, denn Friede durch Jesum Christum, zur Verherrlichung des Namens Gottes und zum Preise seines Volkes Israel ist all' unser Sinn — es wird durch Israel, welches nunmehr in heiligem Liebeseifer die Misstonsarbeit unter den Völkern wirklich aufnimmt, „die Erde voll werden der Erkenntniß des Herrn, wie Wasser das Meer bedeckt."

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