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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 9-10 (1867) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
9-10 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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sehr gut wissen, daß Gott den Propheten tröstet, es seien noch 7000 übrig geblieben, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt hätten, aber trotzdem wird er glauben ein Recht zu haben, und er hat es, über das Israel dieser Zeit in der Weise zu sprechen, wie er es gethan hat. — Und wiederum ist es aus mit dem Ruhm der Juden, sowohl nach den Darstellungen der heiligen Schrift als nach den Folgerungen, die man gerechterweise aus der Schilderung jenes Artikels ziehn darf. Die großen prophetischen Geschichtsschreiber Israels verzeichnen Alles, was für die Entwickelung des Reiches Gottes in der Zeit der Könige wichtig ist, insbesondere unter dem Gesichtspunkt: Gottes überaus langmüthiges und barmherziges Walten ihrem Volk vor die Augen zu stellen, und dadurch eine rechtzeitige Buße zu erwecken. Aber sie können nicht umhin, man vergleiche z. B. Hesekiel 20, Israel es vorzuhakten, daß es seit der Einwanderung in Canaan seinen Gott verlassen und Götzendienst in allen seinen Grenzen getrieben habe. Mit heiliger Gerechtigkeit bezeugen sie es auch, wo ein König in den Wegen seines Vaters David gewandelt ist; sie stellen, um mit dem von uns besprochenen Artikel darauf einzugehn, es deutlich dar, wie das fromme Regiment eines Hiskiah auch den Segen Gottes über Land und Volk gebracht habe, aber sie machen sich keiner Uebertreibungen schuldig und vergessen nicht, wie selbst fromme Könige theils selbst nicht völlig mit dem Götzendienst brachen, theils einem wenig ernsten Sinn auf Seiten des Volks begegneten. Darum laden und locken sie wohl durch die besseren Vorbilder das andere, abgefallene Geschlecht, aber man findet in der Darstellung der Geschichte ihres Volks keine Spur von Selbstberäucherung; verschweigen sie es doch nicht einmal, daß unter der Regierung des treusten Königs nach David, unter Hiskiah, die Schuld über Israel kam, welche die künftige Verbannung zur Folge hatte. Was nun aber das Gericht des Exils betrifft, so lassen die Worte des angezogenen Artikels nicht eben deutlich erkennen, daß durch die Schuld der Könige und des gesummten Volks dasselbe herbeigesührt worden sei. Die Darstellung ist der Art, daß man eher auf ein Unglück, welches die jüdische Nation betraf, als auf die endliche Vollstreckung einer nicht mehr aufzuschiebenden göttlichen Strafe schließen

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