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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 9-10 (1867) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
9-10 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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welche den Bund mit Abraham, Isaak und Jakob trotz der unwürdigen Nachkommen nicht vergißt, zu Schanden gemacht wird, so findet sich auch dasselbe böse Verfahren in der Darstellung der weiteren Geschichte des jüdischen Volks. Es wird allerdings darauf hingewiesen, wie die nachherigen Jahrhunderte abwechselnd zwischen Gesetzestreue und Glück, Abfall und Knechtschaft vergingen, und wir wollen über manches Einzelne, was in diesem Zusammenhänge gesagt wird, nicht richten; dochtritt das Bestreben in einem möglichst Hellen Lichte das Volk erscheinen zu lassen und darum, was dunkel ist zu bedecken, in der Weitläufigkeit, mit welcher das Eine beschrieben, das Andere kurz abgefertigt wird, recht unangenehm hervor. Die Zeit der Richter wird nicht ausdrücklich erwähnt, man muß die Geschichte dieser Periode selbst zwischen den Zeilen lesen, sie weist eben ein zumeist sehr demüthigendeö Blatt in dem Buche des auserwählten Volks auf. Um so begeisterter ist dagegen von Davids und Salomos Königthum die Rede. Man würde diese Stelle aber noch lieber lesen, wenn der Schatten, welche doch auch in diese Zeit fallen, irgend welche Erwähnung gethan wäre. Die heilige Schrift berichtet nicht das Eine ohne das Andere; sie rühmt das Volk Israel im Verhältniß zu seinem Könige David nicht sehr, sie schweigt auch nicht von diesesFürsten und seines Sohnes Sünden, sie thut es um so weniger, als der Friedensfürst Salomo dem Götzendienst Thür und Thor öffnet. Die Geschichtsschreibung des Alten Testamentes sucht eben nicht Erhebung der Menschen, sondern göttliche Wahrheit. Geht dann der Verfasser jenes Artikels auf die Periode der Könige über, so stellt er dieselbe mit Recht als eine Zeit allgemeinen Abfalls dar, und merkt es dabei nicht, wie er stch auf diese Weise in Widerspruch zu seiner früheren Behauptung „Israel kann sich rühmen, daß seine Gesammtheit, seitdem sie am Sinai gestanden, götzendienerischer Verirrung niemals anheimgefallen sei," setzt. Er schreibt wörtlich, indem er den Zeitraum des Auftretens Eliae und zumal seine Erscheinung am Sinai im Auge hat. „Ihm, dem Einzigen, dem noch das Herz treu schlägt für den Gott Israels und seine heilige Lehre, stellt ein götzendienerisches Weib nach dem Leben." Herr Grünebaum wird

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