Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 7-8 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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1H Eines Tages, am Abend vor dem Fest der Zerstörung Jerusalems, ftug er: „Fasten Sie morgen?" „Nein, wir thun eönicht" sagte ich. „Ist es nicht das Fasten des fünften Monats, davon im Buche Sacharja gesprochen ist?" sagte er. „Ist es nicht auch gesagt, daß es mit der Zeit unterlassen werden soll?" „Aber," frug er, „ist diese Zeit schon gekommen?" Ich sagte ihm, daß es nicht nölhig wäre, unsere tiefe Trauer und Reue in dieser Weise fortdauernd zu zeigen, und sagte ihm auch, daß es in England viele Christen gäbe, welche beständig für den Wiederaufbau Jerusalems und die Bekehrung seines Volkes beteten. „ Wo ist dies Gebet? " frug er und nahm das Prayerbook, heraus, und da fanden wir, daß es mit Ausnahme eines Gebetes für den Charfreitag sonst in demselben kein Gebet für die Sammlung oder Bekehrung der Juden oder den Wiederaufbau Jerusalems gibt. Ich wies indeß auf das Psalmenbuch, und sagte ihm, daß wir verpflichtet wären, dasselbe in allen unseren Kirchen zu lesen, jeden Monat ein Mal, und in diesem seien zahlreiche Gebete für den Wiederaufbau Jerusalems und die Bekehrung der Juden enthalten. So rettete unsere Liturgie sich selbst durch die heilige Schrift, welche in ihr enthalten ist. Ich ging weiter und sagte ihm: „Ich will Ihnen zeigen, wie die Christen ganz insbesondere für den Wiederaufbau Jerusalems in der nämlichen festlichen Zeit des Jahres beten, wenn in derselben ein 40 tägiges Fasten stattfindet, um uns auf den großen Tag in dem christlichen Jahre vorzubereiten, an welchem das große Opfer auf Golgatha geschah. Für dieses Fest, an den ersten und letzten Tagen, werden die 7 Bußpsalmen verlesen, und in denselben haben Sie Gebete für die Wiederaufrichtung Jerusalems, die ganz speciell an jedem Aschermittwoch und Charfreitag dargebracht werden." AIS ich ihm das sagte, umarmte und küßte er mich und sagte: „Ja jetzt finde ich, daß Sie sind, was sie zu sein behaupten — die wahren Freunde der Juden, die für die Bekehrung der Juden und für die Wiedererbauung Jerusalems beten." Wir haben indessen mit manchen Schwierigkeiten zu kämpfen und unser Werk geht nicht unter vollen Segeln dahin. Gleich Jedem, der sonst mit einem christlichen Werk beschäftigt ist, haben wir beständig den alten Feind gegen uns, und wo er uns nicht durch Thaten