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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 7-8 (1867) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
7-8 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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113 sagen, welche unter Ihren christlichen Kirchen Recht hat; welche von Euch die wahren Nachfolger Jesu Christi sind? Das bringt keinen Nutzen jetzt von Ihnen zu lernen und hernach zu finden, daß Sie Unrecht haben, und daß ich noch manches Andere lernen muß, um auf dem rechtem Wege zu sein." Da antwortete ich ihm, daß in Wirklichkeit nur 2 Schulen unter den Christen wären: eine Schule, welche sich zu der Gerechtigkeit allein durch den Glauben an Jesum Christum bekennte, während die andere behauptete, durch gute Werke und noch viele andere Dinge gerecht zu werden; und um ihm zu zeigen, daß das Neue Testament wahr und göttlich eingegeben ist, zeigte ich ihm, wie es vorher verkündigt wäre, daß es manche Christen geben würde, welche von der Wahrheit abfallen würden, er aber legte mit einem Mal seine Finger auf die Abschnitte in den Thessalonicher und den Timotheus Briefen, welche ich ihm hatte anführen wollen. Dieser junge Mann hatte offenbar das ganze Neue Testament aufmerksam drirchgenommen. Oder ein anderes Beispiel. In einer Stadt stieß ich auf einen Mann, welcher wirklich ein Neues Testament vor mehreren Jahren empfangen hatte, ohne einen Christen gesehen zu haben. Ich war ganz erstaunt. Als ich dahin kam, fühlte ich einige Schwierigkeit, in welcher Artich mich selbst bei meinen jüdischen Brüdern einführen sollte, da ich nicht wünschte mit den papistischen oder armenischen Priestern verwechselt zu werden, aber während ich noch schwankte, sagte ein Rabbi zu mir: „Sie sind ein neuer Israelit; Ihr Gebet beginnt, wenn der Gottlose sich bekehrt von seiner Gottlosigkeit, wird er seine Seele lebendig erhalten," und nahm darauf ein Neues Testament aus seiner Tasche und gab es mir mit großer Ehrfurcht. Ein anderer jüdischer Rabbi hatte ein Neues Testament in eine Stadt gebracht, welche keine Christen seit 1000 Jahren je besucht hatten. Unsere hebräische Liturgie ist von großem Nutzen für unsere jüdischen Missionare, wie ich es Ihnen durch einige Erläuterungen zeigen will. Dem nämlichen jüdischen Rabbi, welcher mir das neue Testament gezeigt hatte, gab ich ein Eremplar des kra^or-book, und einige Zeit darauf fand er sich regelmäßig in meiner Behausung vom Morgen bis zum Abend ein, so lange es seine Pflichten erlaubten, und wir pflegten mit einander zu lesen, zu sprechen und zu beten. 8

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