Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 7-8 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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109 manchmal gefragt worden und lächerlicher Weise versucht, uns die Frage aufzuwerfen: „ Wie viel Bekehrungen habt ihr erreicht?" und Manche sagen: „O, ein einziger Bekehrter kostet ihnen 1000 h. Sie haben für ihre Einnahme und Ausgabe nichts aufzuweisen." Hören Sie solche Bemerkungen nur mit Geduld an. Welches auch immerdar der Erfolg sein mag, die Schuld ist unsere und der Erfolg Gottes Sache. Das jüdische Herz ist ebenso wohl fähig vom heiligen Geist ergriffen und durchdrungen zu werden, als das Herz des Heiden; und eine merkwürdige Thatsache ist es, daß, als Petrus am Pfingfttage predigte, ein größerer Erfolg durch diese einzige Predigt erreicht ward, als durch irgend eine andere, die jemals seitdem gehalten ist. Alle seine Zuhörer waren Juden, aber 3000 derselben wurden an einem Tage bekehrt. Nur sollen wir es recht im Herzen tragen, daß wir unseren jüdischen Brüdern keinen Stein des Anstoßes in den Weg legen. Wenn ihre Ohren auch verschlossen sind, so sind doch ihre Augen geöffnet. Sie sehn auf Alles, was wir thun und merken auf unsere Unternehmungen. Christen haben vor dem Angesicht Gottes viel zu verantworten für die Steine des Anstoßes, welche sie den Juden in den Weg legen. Wenn wir den Juden Gutes zu thun wünschen, sollen wir daher auch zum Beispiel genau unseren christlichen Sonntag einhalten, wie die Juden es mit ihrem Sabbath thun .Wir glauben, daß unser Christenthum die ganze Wahrheit ist und die jüdische Religion nur ein kleines Stückchen derselben. Dann lassen Sie uns aber auch unsere Lehre mit unseren Thaten zieren und lassen wir unser Leben das Gepräge unserer Religion tragen." Demnächst wandte sich Rev. Brühl, ein Missionar der Gesellschaft aus Bagdad, an die Versammlung. Einige seiner Mittheilungen werden interessiren. „Rur das," sagte derselbe, „werde ich berichten, was ich an wirklichen Thatsachen während den letzten 15 oder 16 Jahren meines Misstonsberufs gesehen und erfahren habe. Ich möchte Sie daran erinnern, daß Nr. Stern, jetzt Gefangener des Königs Theodoros von Abpssinien mein Vorgänger zum Theil, zum Theil mein Genosse und Freund an der Mission war, in welcher ich gegenwärtig arbeite. Und wenn ich von irgend einem geringen Erfolg spreche, welchen der Herr uns gewährt hat, kann ich mein