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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 7-8 (1867) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
7-8 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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110 eigenes Werk nicht von dem Werke dessen trennen, welcher vor mir war, der unermüdlich in dieser Sache arbeitete, und dessen Name stets mit großer Dankbarkeit und großer Liebe von Manchem meiner jüdischen Brüder gehört worden ist. Mein Arbeitsfeld war die Stadt Bagdad und die umliegenden Gegenden. Das Misstonsfeld erstreckt sich vom Mittelländischen bis zum Caspischen Meere und von dort bis zutn indischen Ocean; und nachdem Sie Einiges über die Art und Weise gehört haben, in welcher unser Werk zu Jerusalem getrieben wird, will ich Sie auf einige Zeit aus Palästina hinwegführen, denn obgleich Jerusalem die Stadt des großen Königs ist, ist gegenwärtig sein rechtmäßiges Volk ein Fremdling im dortigen Lande. Nach Babylon und Niniveh und den Gegenden von Kurdistan wurden die Juden zuerst von dem assyrischen und babylonischen Könige gefangen geführt, dorthin, wo ich gearbeitet habe. Wenn an irgend einer Stelle das Werk dieser Mission nöthig war, so war es sicherlich indiesen ungeheuren Länderstrecken, dennunabhängig von den mehreren 1000 Juden, die es sowohl dem Namen als dem Ursprung nach sind, leben dort jetzt noch sehr viele derselben, obgleich sie nicht alle Juden genannt werden. Es giebt dort mehr als 100,000 Juden in Arabien, Syrien, Mesopotamien und im Königreich Persien, und diesen ist das Evangelium allein durch die Missionare der Gesellschaft gebracht und gepredigt worden. In Deutschland, Frankreich und anderen europäischen Ländern, kann man zugeben, möchten die Juden einige Kenntniß des Christenthums erlangt haben, wenn selbst niemals zu ihnen ein Missionar gesendet worden wäre, aber wer sollte die Juden in Arabien, Persien und Syrien lehren? Sie hatten nicht mehr Gelegenheit etwas über unseren Herrn Jesum Christum zu hören als die Juden an der Nordküste von Afrika, bis die Gesellschaft eintrat und ihnen Exemplare des Neuen Testamentes in ihrer eigenen heiligen Sprache gab. Heute ist hebräisch, obgleich die Juden die Sprachen der verschiedenen Länder, in welchen sie wohnen, sprechen, die einzige Sprache, welche ein Jude lesen oder schreiben kann in allen muhamedanischen Ländern. Dann waren die Bemühungen der Gesellschaft auch in einer anderen Hinsicht nothwendig. Wir wissen, daß es nicht möglich ist, daß ein Jude zu der Erkenntniß unseres Herrn

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