Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 7-8 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachdem Mr. Bowker von diesem Eindrücke, welchen er in Jerusalem empfangen, berichtet, kann er aber nicht umhin hinzuzufügen, daß mit Ausnahme der Mission die Stadt völlig in Aberglauben versunken ist und ein ganz verödeter Platz. „Jerusalem ist so oft zerstört worden, daß man glaubt nicht weniger als 40 Fuß Trümmer bedecken seinen einst so ruhmvollen Grund. Aber wird es immer so bleiben, frage ich? Ist es ewiger Zerstörung übergeben wie Babylon und Niniveh? Soll es immer in Ruinen bleiben wie Baalbec und Theben? Nein, so nicht. Dieser Grund, wie der Grund Samarias, wird eines Tages unverhüllt daliegen, die Entweihung und der Schmutz werden in das Thal Josaphat gestürzt werden, und Gebäude, welche an Schönheit und Größe Alles übertreffen, was je die Welt gesehen, werden auf ihm errichtet werden. Dann wird „der Thron des Herrn" wieder dastehn, und der Rest des jüdischen Volkes, gezüchtigt, auserlesen, gereinigt, wird um diesen Thron stehn, und sie werden „Priester und Diener des Herrn" sein, das ewige Evangelium allen Enden der Erde bekannt zu machen. Wer daran zweifelt, lese die letzten Capitel des Propheten Jesaia, besonders das 65ste, in welchem Gott sagt, daß die Weintraube den künftigen Wein enthält; und wenn Mancher in Begriff ist dieselbe zu verderben, spricht er „verdirb es nicht, denn es ist ein Segen darin." Dieser Segen ist in den Händen der christlichen Kirche; in ihre Hände ist der unermeßliche Schatz gelegt. Dieser Segen soll durch Sie nah und fern unter den Juden ausgebreitet werden, und er wird darnach in Segensbächen zu der ganzen Welt zurückkehren. Ich bitte Sie deshalb an Ihr gutes Werk zu gehn und nicht entmuthigt zu werden durch Vorwürfe, Schmähungen oder getäutschte Erwartungen. Denn wenn es wahr ist, daß diejenigen, welche zu Israels Trübsalen nach den Gerichten Gottes noch hinzugethan haben, eine strenge und schreckliche Strafe empfangen haben und noch empfangen werden, so ist es gleichermaßen wahr, daß ein großer und unaussprechlicher Segen Allen aufbewahrt ist, welche diese Gerichte mildern, indem sie es versuchen den Juden das ewige Evangelium Christi zu bringen. Rev. Ryle. Aus seiner Ansprache mag folgendes hervorgehoben werden. „Ich vermuthe, daß wenige Geistliche auf dieser Plattform so wenig mit der direkten Judenmission zu thun haben, als ich selbst. Ich