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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 7-8 (1867) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
7-8 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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101 Gottes erhoben. Und so betet bei dieser kleinen Gebetsversammlung, welche von einigen 50, 60 oder 70 Personen besucht ist, Jedermann in seiner eigenen Zunge, daß der Segen Gottes bei den Bemühungen bleiben möge, welche für die evangelische Sache in dieser Stadt gemacht werden. Ich hörte Juden und Proselyten und Christen dort beten in spanischer, italienischer unddeutscher, ebensowohl als in englischer Sprache und das wiederholt während meines Besuches in Jerusalem. Der nächste Ort, welchen ich besuchte, um zu sehen, was dott geschähe, war das Judenviertel, und ich wurde dahin von Einigen begleitet, welche daran arbeiten die Erkenntniß der Wahrheit unter Israel auszubreiten. Ich will Ihnen von einer Unterhaltung erzählen, in welche ich mit einem Juden kam. Es ist nicht schwierig für diejenigen , welche wohl mit dem Worte Gottes bekannt sind, den Juden so ernste, klare und entscheidende Zeugnisse von der Messianität Christi zu bringen, daß man sie auf alle Fälle in einige Verlegenheit setzt, und solch ein Erfolg zeigte sich auch diesmal. Einer von ihnen, welcher den Beweisen, die wir ihm aus der Schrift herbeigebracht hatten, entgehn wollte, sagte mit einiger Ungeduld: „Nun gut, gut, gut, vorausgesetzt, daß Alles wahr ist, was Sie sagen, was dann?" „Nun, wenn es wahr ist, dann ist es Ihre Schuldigkeit hervorzutreten und Christum zu bekennen, an seinen Namen zu glauben und dahin zu wirken, daß dieser Name Ihren Brüdern bekannt werde." „So! aber Sie sagen, daß wir in einer Täuschung gelebt haben, da wir die Ankunft des Messias bei seiner ersten Erscheinung in großer Macht und Herrlichkeit erwarteten." „Das haben Sie." „Und Sie sagen, er wird wieder kommen und alle die Hoffnungen erfüllen, welche wir aus seiner ersten Ankunft herleiteten." „Ja, das will er und wird sie dann noch höher erfüllen." „Nun schön, schön, schön, dann wird genug Zeit sein an ihn zu glauben, wenn er wiederkommt." Nun wenn daS die Gemüthsverfassung Mancher unter den 9000 der jüdischen Einwohner Jerusalems ist, und durch Fragen, die ich anstellte, wurde ich dessen gewiß, dann ist auch die Zeit der Gerichte nicht ferne, auf welche die Schrift uns warten läßt; es müssen diese Gerichte zuvor ausgehn, damit der Rest aus dem Volk gewonnen werde, welcher darnach der Kern einer mächtigen Nation sein soll. .

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