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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 7-8 (1867) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
7-8 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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100 Ich habe mit manchem Rationalisten gesprochen und mit Manchem, welcher die göttliche Eingebung der heiligen Schrift leugnete, aber noch nie Jemand gefunden, der mir Antwort auf den Beweis, den ich von den Juden hernahm, geben konnte. Zwei große Sätze sind darin sogleich eingeschlossen, wenn wir sagen, daß wir feststehn wollen. Zuerst müssen wir eine Schrift haben, an welche wir uns lehnen können, und sodann eine Hoffnung, welche uns niemals täuscht. Wir müssen eine Schrift haben, auf welche wir uns stützen, und ich begegne nie einem Juden ohne tiefes Dankgefühl für den klaren. Beweis, den er mir giebt von der Inspiration des Wortes. Wir müffen eine Hoffnung haben, welche nimmer im Stich läßt: eine freie Gabe aus der Gnade Gottes. „Jesus, Jesus, Jesus! Er ist Anfang, er ist Ende, er ist die Mitte. Christum gewinnen — Alles gewinnen. Ohne ihn sind wir verloren, aber unter seinen Flügeln kann uns nichts schaden." Nach diesen Worten erhob sich Nr. Bowker. Wir theilen auch aus seiner Rede Einiges mit. Nr. Bowker erzählte von seinem Aufenthalt in Jerusalem und von dem ersten Sonntage, welchen er in der heiligen Stadt erlebte. „An diesem Sonntage hatte ich in das Brauer -book nicht geblickt, ehe ich in die Kirche (die englische Christus- Kirche auf dem Zion) trat, und fand nun, als die Psalmen des Tages angegeben wurden, daß der erste, welcher gelesen ward, der 79. war, dessen erster Vers lautet, „Herr, Heiden sind in dein Erbe gefallen, die haben deinen heiligen Tempel verunreinigt und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht." Ich war so überwältigt, daß ich genöthigt war meinen Sitz wieder einzunehmen und es dauerte einige Zeit, ehe diese Bewegung vorüberging. Ich war im Geist mitten in der Verwüstung. Ich war mitten in der Verwüstung, welche die ärgsten der Heiden herbeigeführt, die jetzt daselbst Besitz genommen haben. Die Gottesdienste werden ununterbrochen in 4 Sprachen gehalten. Ich ging zunächst in die arabische Capelle, wo zweimal in der Woche Gebetsversammlungen gehalten werden. Die Gebetsversammlung daselbst ist eins der interessantesten Dinge der Erde. Sie erinnern sich, wie am Pfingsttage in der nämlichen Stadt Stimmen, welche in den Sprachen aller Theile der Erde sprachen, sich im Gebet und Lobe

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