Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 7-8 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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99 kommen, wenn die Juden unter Gottes Segen zurückkehren, ihr Silber und ihr Gold, ihre Intelligenz und ihre Geschicklichkeit, ihre physische und geistige Kraft mitbringen und so die blühenden Tage Davids und Salomos wieder aufleben werden. Aus der Rede des Rev. E. Hoare mögen gleichfalls einige bedeutsame Stellen folgen: Gibt es, sagt derselbe, in unfern Tagen einen Gegenstand von Wichtigkeit, so ist es die Person des Juden. Er ist hin und her durch die ganze Welt zerstreut und ist ein lebendiges Zeugniß für die großen Wahrheiten des Evangeliums. Wo wären wir, wenn wir nur Menschengedanken hätten an dieselben für die Ewigkeit uns zu lehnen. Aber während die Erdhügel von Niniveh die geschichtliche Genauigkeit des alten Testamentes beweisen, ist der Jude von Lxitallleläs und wie er in ganz Europa gefunden wird, ein lebendiger Zeuge für die Lehre von der Eingebung der heiligen Schrift. Der Jude steht vor uns und bietet einen dreifachen Anblick dar, welchen kein anderes Volk je dargcboten hat: Zerstreuung, Jsolirung und Erhaltung. Zerstreuung, denn die Juden sind durch die ganze Welt zerstreut; Jsolirung, denn man sieht sie völlig abgeschlossen; Erhaltung, denn sie sind als ein besonderes Volk erhalten. Es würde unmöglich sein einen echten Britten unter uns herauszufinden, denn keiner unter uns hat echtes brittisches Blut ohne Vermengung mit sächsischem, normannischem oder celtischem; hier aber sehen wir diese drei Dinge: Zerstreuung, Jsolirung und Erhaltung. Redner geht dann über auf seine Stellung zum Alten Testament. Wir finden, fährt er fort, gerade diese Dinge vor 3 oder 4000 Jahren von den Höhen Moabs her vorausverkündigt. Wie wußte aber denn Bileam das Zukünftige? Wie wußten sie die anderen Propheten? Sprachen sie aus ihren eigenen Gedanken? War es bei ihnen ein Gegenstand der Berechnung? Was führte das alles in ihre Gedanken ein? Eine Antwort dafür haben wir in den Worten: „Keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung." Und sehn wir nun die Juden, so werden wir zu dem großen Schluß gebracht, daß Gottes Wort nicht allein wahr ist, sondern göttlich eingegeben, und daß das gesegnete Buch, bei dem wir verbleiben, geradeswegs von Gott selbst kommt, daß es gewirkt ist durch Bewegung des Geistes des lebendigen Gottes. 7*