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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 7-8 (1867) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
7-8 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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98 Aufmerksamkeit nahmen die Erschienenen die Erklärungen entgegen, welche ihnen über das Heiligthum ihrer Väter gegeben wurden; 20 bis 30, ja sogar 50 Juden kamen wohl im Laufe eines Tages mit ihren Fragen über den interessanten Gegenstand den Agenten auszuforschen und Israeliten von dem größten Wohlstand und der geachtetesten Lebensstellung erwiesen ihm die höflichste Artigkeit. Als auf ein bemerkenswerthes Zeichen der Zeit wies ferner der Redner darauf hin , daß zum ersten Mal in der ganzen Geschichte Englands und wohl überhaupt aller civilisirten Länder der Erde Jerusalem in den Handelsberichten von Ihrer Majestät Consuln erschienen ist, und Jerusalems Lage wie seine Aussichten dem Parlament zur Erwägung vorgelegt worden sind. Consul Noore, welcher den Bericht über den Handel und Verkehr von Jerusalem für das Jahr 1866 abgestattet hat, spricht in seinem Buche von den Reichthümern des Landes, aber fügt hinzu: „Keine Minen werden bearbeitet, obgleich man glaubt, daß Schwefel, Erdpech und Steinsalz an den Ufern des Todten Meeres in Fülle zu finden stnd; aber eö fehlt an Capitalien und an Sicherheit, und so lange diese nicht vorhanden sind, wird der wahrscheinliche Gewinn, welchen man aus diesen Gegenden ziehen kann, unbenutzt bleiben. Die Beschäftigung des Volkes in den ländlichen Distrikten ist Ackerbau, welcher in der primitivsten Weise betrieben wird. Die Beduinen verwüsten das Land, und der Sultan, auch wenn er den Willen dazu besitzt, kann dem Eigenthum keine Sicherheit verschaffen, so daß weite, fruchtbare Flächen unbebaut liegen bleiben oder nur theilweise und ärmlich cultivirt sind. Es unterliegt aber keinem Zeifel, daß wenn die Fähigkeit des Landes zum Ackerbau genügend benutzt würde, dasselbe eine bei weitem größere Bevölkerung ertragen würde als die gegenwärtige kleine und von Armuth hart betroffene Einwohnerschaft." Schriftsteller, wie Voltaire und Volney, erklärten, das Neue Testament könne nicht wahr sein, denn es schriebe der Bevölkerung Palästinas einen so großen Wohlstand zu, daß es um deßwillen eine Lüge von Anfang bis zu Ende sei: und hier erscheint ein völlig uninteressirtes Zeugniß, daß dies Land eine hundertfach größere Bevölkerung tragen könnte, wenn nur Intelligenz und Geschicklichkeit an die Cultivirung dieser ungeheuren Länderstrecken träten. Die Zeit aber wird ohne Zweifel

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