Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 5-6 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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84 sondern das Leben für die Welt sucht, wird die Oberhand gewinnen. DaS kann aber nur im Widerstand gegen das Reich Gottes geschehen, welches überall sich ihnen als die alles Leben bestimmende Macht aufdrängt. Der Widerstand wird an Stärke und Ausdehnung zunehmen; er wird dann zu seiner höchsten Höhe gelangt sein, wenn er alle Völker in einen neuen babylonischen Bund vereint zusammengeschloffen haben wird. Dann soll er in dem gipfeln, daß dem einen und dreieinigen Gott gegenüber eine höllische Dreieinigkeit: des Menschen der Sünde, seines Propheten und des Teufels, zum Kampf um die alleinige Macht im Himmel und auf Erden ersteht. Bis zu dieser völligen Vereinigung des göttlichen Liebesrathes wird die Sünde steigen, und wiederum wird das Heil verloren erscheinen. Aber alsdann soll wiederum ein Neues offenbar werden, das für den natürlichen Sinn ebenso unglaublich erscheint, als einst der Uebergang des Reichs von den Juden zu den Heiden Anfangs wie ein Räthsel selbst vor den Augen des Glaubens dastand. In jener Zeit des allgemeinsten Abfalls innerhalb der Völkerwelt von der so lange behaupteten.Wahrheit, wird nur Israel sich weigern dem Bunde des empörerischen Unglaubens beizutreten, dafür aber in seinem Lande Canaan, welches wiederum sein Wohnsitz geworden sein soll, die vereinte Feindschaft der übrigen Völker erfahren. In der höchsten Bedrängniß, welche auf Erden ihm keine Rettung mehr zeigt, und welche es dazu noch in die Erfahmng solcher Gerichte führt, die allein von der Macht Gottes stammen können, wird es sein Herz zur Buße neigen. Nachdem Israel durch Jahrhunderte den Sohn Gottes verworfen, wird es den Gekreuzigten als seinen Messias erkennen, und während überall der Leuchter des Evangeliums umgestoßen ist, wird dasselbe hell in sein Herz hineinscheinen. Darum wird nun aber die Liebe Gottes sich auch an Israel und seinem Lande verherrlichen. Gott Vater wird mit der königlichen Majestät des Sohnes durch den heiligen Geist das gläubige Israel bekleiden, und wird Canaan in den Frieden hinein verklären, der allen Tod aus seinen Grenzen bannt, dagegen aber die ganze Natur dieses Landes in die Kraft des vollkommenen Lebens, frei von aller Berührung der Sünde, versetzt, daselbst will Christus mit den auferstandenen Gläubigen unter Israel alsdann in der Offenba-