Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 5-6 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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77 den. Die äußere Friedensgestalt des Gottesreichs und seine Herrlichkeit lockt sie aus weiter Ferne; sie tragen selbst ihre Schätze herbei und bauen selbst an den Werken, die Israels Bedeutung kund thun; der Segen des Gottesreichs wird ihnen offenbar, und sie lernen dem König Jehovahs sich friedlich beugen; wohnen die Einen von ihnen als ein Volk mit Israels Stämmen einträchtig unter Salomos Herrschaft, so kehren die Anderen bei ihm mit freundlichem Geist ein und ziehn mit seinem Volk hinaus in die weiteste Ferne, welche auch ihre verborgenen Schätze in Israels Hände legen muß. Salomos Volk ist ein Segen für alle Völker an seinen Grenzen geworden, und die Verheißung, daß in ihm alle Geschlechter der Erde gesegnet werden sollen, scheint der Erfüllung nah. Aber das Alles ist nur zum Vorbild geschehn, und eben hier hat das Vorbild sein Ziel erreicht. Was die Macht der Liebe Gottes in dem Wechsel und Vergehn und Sterben der Gegenwart durch nackrliche Mittel, weissagend auf neue ewige Sch öpfungen, bereitet hatte, das ging nunmehr nicht über in das Wesen des lebendig machenden Geistes, sondern Israel sank, nachdem es in Salomo seine Höhe erstiegen hatte, und sein König ward nicht der Held, welcher die verheißene Erlösung brachte, sondern ward ein Knecht der Sünde. Israels Zeit war bis dahin wie das Morgenroth des Tages gewesen, welcher die Wahrheit Gottes erscheinen lassen soll, aber dem Morgenroth ist kein hellerTag gefolgt, sondern Dämmerung und bald auch tiefe Nacht brachen herein. Den Menschen und die Gemeinde Gottes hatte Israels Geschichte nur vorgebildet, hatte deutlich die Wege nur vorgezeichnet, auf welchen die Verheißung Gottes zur Erfüllung kommen würde, aber es war nunmehr offenbar, daß noch einmal in neuer Weise die ganze zurückgelegte Bahn durchmessen werden müßte, wenn die wahrhaftige Erlösung geschehen sollte. Gott hat es auch deutlich genug an den Tag gelegt, daß nicht der König und nicht das Israel, welche am Ende derTageSalomos die Geschichte zeigt, die Vollendung seines Raths herbeizuführen berufen seien. Israels Reich und Volk zercheilte die Hand desselben Jehovah, der es zur Einheit und Macht erhoben, aber freilich rief er sein auserwähltes Geschlecht noch nicht sogleich von dem chätigen Dienst in seinem Werke zurück. Er vertrieb Israel gleichsam aus dem Paradiese salomonischer