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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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61 stunden vor dem Gnadenthron. Dies Einsfein der Gemeinde ist besonders wichtig, und es bleibt mein innigster Wunsch, daß niemals eine Trennung stattfinden möge. Unser theurer Pastor Valentiner, der uns im Frühjahr verlassen, ist durch Pastor Hoffmann, Sohn des vielbekannten General-Superintendenten in Berlin, einen ihm gleichgestnnten lieben und treuen Diener des Herrn, ersetzt worden. Die Kaiserswerther Diakonissen fetzen ihr Werk der Liebe treulich fort, pflegen jährlich 4—500 Kranke und erziehen mit Sorgfalt und Liebe etwa 50 junge Mädchen in den Grundsätzen des Evangeliums. Ihre Anstalt wird gegenwärtig durch den Bau eines neuen Hauses (Talitha Kumi), eines Waisenhauses für arme Mädchen auf der Gottfriedshöhe, bedeutend erweitert, und werden in Zukunft mehr Kranke und Kinder ausgenommen werden können. In dem von Herrn Spittler in Basel begründeten syrischen Waisenhaus setzte Bruder Schneller seine Thätigkeit fort; 40 arme Kinder fanden dort eine Heimath und christlichen Unterricht. Bruder Müller arbeitet, in Verbindung mit dem Jerusalems- Verein in Berlin, als Evangelist und Seelsorger, in Bethlehem und Beitjalah und erzieht in seinem Hause eine Anzahl junger Mädchen. Eine neue Anstalt wird, so Gott will, im Jahre 1867 hier eröffnet werden, nämlich ein Siechenhaus für Aussätzige; das unter dem Namen „Jesus-Hülfe" von einer deutschen Edelfrau gegründet wurde, und das mit des Herrn Segen diesen Unglücklichsten leibliche und geistliche Hülfe bieten wird. Der Bau des Hauses wird bald vollendet sein, und die Einweihung desselben wird hoffentlich am 21. Januar 1867, als dem 25 jährigen Jubiläum der Gründung der Zionsgemeinde, stattfinden können, und somit der langgehegte Wunsch Vieler, daß doch Etwas für die Aussätzigen geschehen möge, in Erfüllung gehen. Außer den bereits erwähnten Misstonswerken und Anstalten find es noch einige , die Eure christliche Liebe und Theilnahme mir zu gründen und bisher fortzusetzen geholfen hat. Der wichtigste Zweig unseres Werkes ist nach meiner Meinung in den jetzigen Zuständen Palästina's die Erziehung der Jugend. Als ich vor 20 Jahren zuerst in diesem Lande ankam, war mein Bestreben, unter seinen unwissenden und abergläubischen Einwohnern das Wort Gottes zu verbreiten, doch erkannte ich bald, daß bei einem Volke, wo aus Tausend kaum Einer oder Zwei lesen konnten, auf diese Weise wenig zu erzielen sei. Deshalb fing ich an, wo ich nur immer Gelegenheit und genügende Mittel fand, Schulen zu eröffnen, in welchen hauptsächlich die Bibel gelehrt wurde, was ihnen denn auch den von den Griechen als Spott gemeinten Beinamen „Bibel sch ulen" zuzog. Solcher Schulen unterhalte ich nun außerhalb Jerusalem's zehn, nämlich in Bethlehem, Beitjalah, Ramleh, Djifneh, Nafidia, Nusf-el-Gebiel, Nablus und Lydda; m den beiden letzten besteht neben der Knabennoch eine Mädchen-

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