Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2554541-2554757-2554760--04697-2560633
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Alter mit treuem Glauben die Eindrücke des Evangeliums bewahren und behaupten gegen einen tyrannischen Ehemann — gegen die beständigen Angriffe und Einflüsse muhamedanischer oder auch griechischer Umgebung. Sollen wir da nicht hoffen und bitten, daß von allen Seiten her nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Erwachsenen die Verkündigung des Evangeliums gefördert werde. Dies führt mich denn auch darauf Ihnen zu zeigen, wie an den Erwachsenen gearbeitet wird, d. h. nur einmal so weit ich diese Arbeit aus eigener Anschauung kennen gelernt habe. Wir brauchen nicht weit zu gehen; nur einige Treppen tiefer in dem östlichen Flügel des Hauses gelangen wir in die Räume des Hospitals, freilich nicht so reich ausgestattet wie das Kaiserswerther Krankenhaus in Ihrer Stadt, das ich hier in der Photographie gesehen. Und Krankenhaus und Schule in einem Haus? ja das ist eben der bisherige Nothstand, an dessen Abhülfe aber durch den Bau einer eigenen Krankenanstalt vor dem Thore kräftig gearbeitet wird. Vielleicht ist Ihnen auch der dringende Aufruf von Kaiserswerth zu Gesicht gekommen, der um Hülfe für die noch nicht aufgebrachten Kosten des halbvollendeten Unternehmens bittet. Ich könnte nicht von anderen Misstonsanliegen reden ohne auch für dieses die wärmsten Bitten um helfende Theilnahme mitzusenden. Aber sehen wir nun noch einmal in das Hospital hinein! In 4 hinreichend großen Räumen liegen die Kranken, so daß etwa 30 gleichzeitig leicht beherbergt werden können. Dort liegt ein armer Schwarzer, eine stämmige muskulöse Gestalt, von den sog. Tekraris, einer eigenen Klaffe der hiesigen Bevölkerung, meist Neger aus der oberen Nilgegend, aus Abyssinien oder noch jenseits desselben aus dem Gallalande, welche durch Sklavenhandel hierher gebracht als Diener, als Wächter an öffentlichen Orten, besonders für den heiligen Platz um die Omarmoschee verwendet werden. Denn sie stehen in dem Ruf treuer und zuverlässiger zu sein, als sonst die Araber sind, ebenso wie sie durch muhamedanischen Fanatismus sich auszeichnen. Letzteres hat schon mancher arglose Beschauer an seinem Leibe erfahren müssen, wenn er, den heiligen Platz der Moschee ohne offizielle Erlaubniß betretend, unter die Gewalt der schwarzen Fäuste gerieth. Jener, von dem ich sagte, ist nun fteilich recht zahm und still, denn er leidet große Schmerzen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.