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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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53 darstellen, als sie find. Diejenigen aber, die nach den vorangehenden Bemerkungen vielleicht geneigt sein möchten, diese geringen Tage gar zu verachten (Zach. 4, 10) möchten wir nochmals an die bittere Feindschaft erinnern, die das Misfionswerk unter Israel von den Juden erfährt. Diese Feindschaft würde wahrscheinlich nicht so groß sein wenn jene Mission ohne Erfolg wäre. Gott sei Dank, das ist sie nicht, sie ist es nie gewesen und wird es auch fernerhin nicht sein. Zuletzt aber soll und wird sie mit dem herrlichsten Erfolge gekrönt werden: darum rufen wir zum Schluß allen Missionsfreunden Israels zu, „Nehmet immer zu in dem Werk des Herrn, sintemal ihr wisset, daß eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn." Breslau. Am 27. Januar fand in hiesiger St. Barbara-Kirche die Jahresfeier des Breslauer Jerusalems-Vereins Statt. Wir müssen es uns diesmal um des Raumes willen versagen, den Gottesdienst, welcher in gewohnter Weise geschah, zu beschreiben, können jedoch nicht umhin, Einiges aus dem Briefe des deutschen Geistlichen zu Jerusalem, welchen unser Berichterstatter Herr Pastor v. Cöln seinem Bericht zu Grunde legte, mitzutheilen. Pastor Hofmann in Jerusalem schreibt: „Ich bin zwar hier in Jerusalem noch so ziemlich ein Neuling, denn so muß man sich betrachten auch nach einem bereits halbjährigen Aufenthalt, wenn matt es nicht nur mit Landsleuten, sondern auch mit Arabern zu thun hat. Letzteres liegt mir ob. durch die Seelsorge in dem von Kaiserswerth gegründeten Hospital und durch meine Beziehung zu der arabisch-protestantischen Gemeinde in Bethlehem. So war denn und ist noch immer meine Hauptaufgabe mich der mir vorher völlig unbekannt gewesenen Landessprache zu bemächtigen, und das ist in der That eine mühevolle Arbeit. Doch ist jetzt mein Ohr für die fremdartigen Laute, welche zuerst wie Raffeln der Blätter im Winde an mir vorüberrauschten, allmählig ein wenig aufgegangen durch regelmäßigen Besuch der Kranken im Hospital, und in Bethlehem durch Vermittelung des erfahrenen Missionar Müller, der dort die kleine Heerde weidet, bin ich mit den braunen, bärtigen, finster anssehenden Leuten bekannter geworden.

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