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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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„Jst's denn nicht als Volk noch unter uns? Ist das nicht eben das Wunder, von dem wir redeten? Hat es nicht das Zeichen der Beschneidung und den Rest seiner jüdischen Sitte, Bräuche und Feste bis auf diesen Tag?" „Man kann Luther nicht jüdischer Sympathien zeihen, aber diesem Wort hier gegenüber hat er bekannt, „„so ist's nun gewiß, daß die Juden werden noch sagen zu Christo: gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn, — Gott gebe, daß die Zeit nahe sei, als wir hoffen,"" u. s. w. Seite 8 heißt es ferner in dieser Predigt: „Der große Tag der Bekehrung des ganzen Israel kommt, der Apostel sagt's, er sagt's durch den heiligen Geist. Aber der Geist zeugt daß Geist Wahrheit ist. Der heilige Geist im Alten Testament bezeugt dieses Geisteszeugniß des Reuen Testaments. Und die Geisteswirkung aus den Tagen des Neuen Testaments zeugt wiederum, daß jenes aus dem Alten Wahrheit ist." S. 10 heißt es: der Apostel drückt auf seinen Himmelsbrief von der Bekehrung des ganzen Israel noch ein zwiefaches Siegel. Das erste ist das königliche Jnsiegel unsres Gottes: „„Gottesgaben und Berufung mögen ihn nicht gereuen."" Das Wort ist das königliche Jnsiegel auf alles Prophetenzeugniß von Israels Zukunft. „ Nicht Einzelne aus diesem Volk hat Gott erwählt und mit Seinen Bundesgaben begnadet, sondern das Volk. Der Abfall Einzelner aus Israel während der Tage des alten Bundes hat Gottes Herz nicht vom Volke gewandt. Ebenso wenig kann nun auch die Errettung Einzelner in der Zeit des neuen Testaments Gott bewegen, den Bund zu brechen, den Er mit dem Volke gemacht. Im Gegentheil, wie die Schwalben, wenn ste einzeln tommen und ihre Nester auffuchen, die Nähe des Sommers verkündigen, „so stnd alle Einzelnbekehmngen aus Israel nur Zeugniß, daß noch eine Zeit des Sommers für dieses Volk vorhanden ist, in der der Oelbaum wieder grünen, blühen und Früchte tragen wird." Man wird nicht sagen können, daß wir im Vorhergehenden die gegenwärttgen Zustände unter Israel für unfern Zweck zu günstig geschlldert hätten; wir müssen eher das Gegencheil befürchten; wir möchten aber nicht gern diese geringen Tage der Gegenwart herrlicher

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