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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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herauSgebikdet. Das ist ein Wunder: — die größten und herrlichsten Nationen find verschwunden — Israel ist noch unter uns, wie es in den Tagen war, als Hofea's Weissagung sich an ihnen erfüllte, — ohne König, ohne Fürsten, ohne Opfer, ohne Heiligthum. Ich sage noch einmal, das ist ein Wunder; ein Räthsel, ein unlösliches würde es sein, wenn nicht St. Paulus hier seine Auflösung gäbe ... So wird denn dieses Volk, von dem das Heil gekommen, aus welchem Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über Alles, gelobet in Ewigkeit, nicht für immer verworfen bleiben " u. f. w. Das Thema der Predigt ist: „Israels Zukunft." Im ersten Theile spricht der Prediger von dieser Zukunft selbst, und im zweiten von „unserer Stellung zu dem Israel der Gegenwart." Der erste Theil beginnt mit den Worten: „Israel hat noch eine herrliche Zukunft, daö ganze Volk wird sich einst zu seinem Herrn und Heiland bekehren — das sagt der Text deutlich: „ „und also wird das ganze Israel selig werden." " „Es ist hier nur von dem wirklichen Israel die Rede, nicht von der Kirche aus den Heiden... Die kann hier nicht gemeint sein, weil St. Paulus grade diese hier in den Gegensatz mit dem nationalen Israel stellt. „Aber das Volk? fragst du; — kann man's nicht auch noch anders deuten, — kann nicht jene allmählige Bekehrung der Einzelnen aus Israel gemeint sein, wie ste unsre Arbeit bezweckt? — Das ist unmöglich, das widerspricht vorhergehenden Worten. In V. 12 hat der Apostel nach richtiger Uebersetzung gesagt, daß ihre Minderung der Heiden Reichthum geworden, wie vielmehr wird das der Fall sein, wenn ihre Zahl voll wird."" Gemindert ist Israel durch die Bekehrung Einzelner, durch die den Heiden der Reichthum des Evangeliums ist gebracht worden; dämm kann unter der vollen Zahl nur, wie der Apostel hier sagt, das ganze Israel, das Volk verstanden werden. Dieselbe Wahrheit folgt hier aus dem Text. „„Blindheit,"" sagt der Apostel, „ „ist Israel einestheils wiederfahren." " Denen die nicht wiederfahren ist, die Haben sich bekehrt, die heiligen Apostel, die erste Kirche, St. Paulus selbst, und viele nach ihnen. Aber Israel, dem Volke, ist Blindheit wiederfahren, und aus dieser Blindheit soll's noch errettet werden. Also das ganze Volk. 4*

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