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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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SV Sinne alle Berge, auf denen Jemsalem stand, bezeichnet wurden; es war der Berg wo Gott angebetet und mit lieblichen Gottesdiensten verehrt wurde, und wo Sein Gesalbter wohnte; der in den letzten Zeiten über alle Berge erhaben werden, und zu dem alle Völker strömen sollten. JesaiaS 2, 1—5. Der Name dieses Berges ist dem Apostel im geistlichen Sinne der Sitz des himmlischen Jemsalem, der verherrlichten Gemeine des Neuen Bundes, von der das irdische das Vorbild war." Ist nun aber der Goel, der Erlöser, Jesus Christus in dieses himmlische Jerusalem eingegangen, und hat dort feinen Sitz auf dem obern Zion genommen: so kann Er auch nur aus diesem himmlischen Zion, aber nicht aus der christlichen Kirche kommen zu dem „alten Zion," zur Bekehrung der Juden. Rach unserer Ueberzeugung sind die Worte des Propheten Jesaias heute noch eben solche Wahrheit, wir sie es waren, als er sie sprach und wie sie es waren zur Zeit des Apostel PauluS; noch heute steht die tröstliche Verheißung fest: „Es wird kommen zu Zion ein Erlöser und denen die sich bekehren von den Sünden in Jakob, spricht der Herr." Jes. 59, 20. Und so gewiß der Prophet zu seiner Zeit unter diesem Zion wie schon der Parallelismus der Glieder zeigt, die Nachkommen Jakobs verstand, so gewiß ist auch heute noch dies der einfache Sinn der Worte. Doch wir wollen zum Schluffe kommen und führen nur noch ein kräftiges und liebliches Zeugniß an, das Pastor Steffan in Berlin in seiner, am Jahresfeste der Berliner Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden am 31. Mai 1866, über Römer 11, 25—32 gehaltenen Predigt abgelegt hat. In der Einleitung erwähnt er Israels gegenwärtigen Zustand und Schuld, die uns aber dennoch zu herzlichem Mitleid erwecken soll, wie gegen den verlorenen Sohn im Evangelio, und sagt dann: „Auch dieses Volk — Israel — ist trotz seiner Schuld, Sohn geblieben; verworfen wohl, aber nicht ertödtet. Seine Erhaltung ist ein Wunder vor unfern Augen. Weder der Druck früherer Jahrhunderte, noch die widerchristliche Gleichstellung der Juden mit den Christen in dieser letzten Zeit, hat das Volk vernichten können. Weil es der Herr verworfen, ist es in alle Lande unter alle Völker vom Herrn geworfen, aber der Jude ist Jude geblieben. Die Sage vom ewigen Juden, hat sich aus dieser Thatsache

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