Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 17

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2554541-2554757-2554760--04691-2560627
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

49 Herzen; er spricht daher nur: Herr, Herr, daß weißt Du wohl." Hesekiel 37, V. 1 —14. Aber diese Beine werden lebendig, und der Herr setzt sie in ihr Land. Im andern Theile desselben Kapitels wird die Vereinigung der beiden Reiche Israel und Juda zu Einem Volke unter dem Bilde von zwei Hölzern, die zu Einem vereinigt werden, dargestellt: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will die Kinder Israel holen aus den Heiden, dahin sie gezogen sind; und will sie allenthalben sammeln, und will sie wieder in ihr Land bringen. Und will ein einiges Volk aus ihnen machen im Lande auf dem Gebirge Israel, und sie sollen allesamt einen einigen König haben: und sollen nicht mehr zwei Völker, noch in zwei Königreiche zertheilet sein." Alles Spiritualisiren hilft hier nichts. Wir fürchten nicht „die Autorität des Herm gegen" uns zu haben; denn was die Propheten geredet haben, das haben sie nicht aus sich geredet, sondern getrieben von dem heiligen Geist; wir haben vielmehr die Autorität des Herrn, des Apostels und der Propheten für uns. So zuversichtlich Prof. H. auch ferner behauptet: „Zion ist nach Röm. 11, 26 die christliche Kirche;" und so verächtlich er gegen alle Andersmeinende hinzufügt: „Dadurch werden die Träume von einer Herrlichkeit des alten Zion beseitigt;" so müssen wir uns doch erlauben auch dieser seiner Behauptung zu widersprechen. Er hat keinen Beweis stär seine Ansicht beigebracht, sondern nur gesagt: „Es kann nicht zwei Zion's neben einander geben — die Schrift weiß überall nur von einem." Wie aber, wenn die Schrift nun doch von zwei Zion's Etwas wüßte? Nach Hebräer 12, 22 giebt es nämlich auch ein himmlisches Zion; denn es heißt dort: „Ihr seid gekommen zu dem Berge Zion, und zu der Stadt des lebendigen Gottes, zu dem himmlischen Jemsalem, und zu der Menge vieler tausend Engel, und zu der Gemeine der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über Alle, und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten, und zu dem Mittler des Neuen Testaments Jesu, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn Abels." In Gerlachs Bibelwerk heißt es zu dieser Stelle: „Dem sinnlichen, und durch furchtbar majestätische Zeichen schreckenden Berge Sinai wird gegenüber gestellt der Berg Zion, mit welchem Namen, im weiteren 4

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.