Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 3-4 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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48 werdet Mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn." Hengstenberg führt Römer 11, wiederholt an, und dieses Kapitel giebt über die ganze Judenftage den deutlichsten und ausführlichsten Aufschluß. Hier wird aber unwidersprechlich gelehrt, daß Israel nicht auf ewig „aus der Zahl der Völker gestrichen ist." V. 1 und 2 sagt der Apostel: „hat denn Gott sein Volk verstoßen? Gott hat Sein Volk nicht verstoßen. V. 25 und 26: „Ich will euch nicht verhallen, lieben Brüder, dieses Geheimniß, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel eines Theilö widerfahren, so lange bis die Fülle der Heiden eingegangen sei, und also das ganze Israel selig werde." Mit diesen Zeugnissen des Neuen Testaments stimmen überein die Weissagungen der Propheten von Mose an. Vergl. 3. Mose 26, 40 — 45. — 5. Mose 30, 1—6. Wir wollen von den andern Propheten hier nur an Jeremias und Hesekiel erinnern. Der Umstand, den Prof. H. hervorhebt, daß die Juden unter die Völker auf der ganzen Erde zerstreut sein würden, war den Propheten eben so bekannt wie uns; aber das ist kein Hinderniß für die Wiederherstellung Israels. Jeremias muß noch Kap. 31, 10 in die ganze Heidenwelt hinein rufen: „Höret, ihr Heiden, des Herren Wort, und verkündiget es ferne in die Inseln, und sprechet: Der Israel zerstreuet hat, der wird es auch wieder sammeln, und wird ihrer hüten, wie ein Hirte seiner Heerde. Denn der Herr wird Jakob erlösen und von der Hand des Mächtigen erretten." Das Haus Israel und das Haus Juda sollen so gewiß aus allen Völkern gesammelt, und zu Einem Volk vereiniget werden, als Sonne, Mond und Sterne in ihren festen Ordnungen bestehen." V. 35. 36. So unwahrscheinlich, ja unmöglich es uns auch erscheinen mag, daß ein so lange über die ganze Erde zerstreutes Volk noch einmal solle und könne vereiniget werden — der Apostel nennt es ja auch ein Geheimniß — so ist es dennoch außer allem Zweifel. Als dem Propheten Hesekiel das weite Feld voller Todtengebeine gezeigt wurde, von welchen der Herr sprach: „Du Menschenkind, diese Beine find das ganze Haus Israel — fragte der Herr den Propheten: „Du Menschenkind, meinest du auch, daß diese Beine wieder lebendig werden?" Der Prophet will zwar nicht mit Nein antworten, er hat aber auch kein freudiges Ja in seinem