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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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46 weiter, es begreift das keine Frucht mehr bringen unter sich. Das Verdorren besagt, daß mit der Lossagung von Christo alles Leben und Gedeihen aufhört. Das giebt sich zunächst darin zu erkennen, daß alles geistige und geistliche Leben erstirbt. Das ist das: keine Frucht mehr bringen. Aber das Verdorren bezieht sich zugleich auf das äußere Wohlergehen. Unter ihm ist zugleich die Zerstörung Jerusalems begriffen, als der nothwendige Wiederschein der geistlichen Zerrüttung des Judenvolkes. „Man wird nicht sagen dürfen: „ „Der verdorrte Feigenbaum, das erstorbene Judenthum, soll als ein Zeichen bestehen bleiben." " An das Verdorren schließt sich als selbstverständliche Folge das völlige Vergehen. Das ersehen wir aus Matth. Cap. 24, aus dem, „ „haue ihn ab"" in der Parabel bei Lucas, aus Cap. 7, 19, wonach der Baum, der keine Frucht bringt, abgehauen und in's Feuer geworfen wird, aus dem Worte des Herrn Joh. 15, 2: „-„jeden Reben an mir, der keine Frucht bringt, nimmt er weg,"" das sich zunächst auf die Jüdische Rebe bezieht. Seit der Zerstörung Jerusalems giebt es keinen Feigenbaum mehr. Es giebt wohl noch jüdische Individuen, aber aus der Zahl der Völker sind die Juden gestrichen. Sie sind von da an Parasiten an den Bäumen anderer Völker geworden und es gehört zu ihrem Wesen, dies zu sein. Sie sind dazu göttlich verordnet." Wir wollen nicht mit Prof. Hengstenberg darüber streiten, ob der Feigenbaum das jüdische Volk oder die Synagoge bedeute. Wenn aber Israel wirklich, wie H. behauptet, „zu ewiger Unfruchtbarkeit verurtheilt ist," wenn der Feigenbaum, der „das jüdische Volk bedeutet," gänzlich mit sammt seiner Wurzel verdorret," wenn sich als selbstverständliche Folge an das Verdorren das völlige Vergehen schließt" so müssen wir gestehen, daß wir nicht begreifen können,'wie er doch noch nicht nur von „jüdischen Individuen," sondern auch vom „Judenvolke" sprechen und sogar sagen kann: „Allerdings viele Juden werden in Zukunft sich noch bekehren, sie werden zur Theilnahme an Christo, seinem Heile und seiner Kirche gelangen, und die Kirche wird von ihrer Bekehrung reichen Segen haben." Denn wenn der Feigenbaum verdorrt, völlig vergangen oder in's Feuer geworfen ist, so ist doch nichts mehr von ihm vorhanden. Der Gedanke vom

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