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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 3-4 (1867) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
3-4 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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40 daß das Volk Israel zu Samuel spricht: „Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in Deinen Wegen; so setze nun einen König über uns, der uns richte, wie alle Heiden haben." Diese Worte sehen nicht aus, wie ein Niederlegen des eigenen Wahlrechts in die Hände eines Andern, sondern Israel spricht damit sein ungerechtes Verlangen aus, einen König haben zu wollen, wie es ihm 5. Mose 17, eingeräumt war, was aber hier von Samuel und von Gott selbst gemißbilligt wird. Sollte aber der Verfasser in den aus 1. Samuel 8 angeführten Worten den Grund für seine Behauptung finden wollen, dann können wir erwarten, daß er uns heute oder morgen mit eben soviel Recht und eben so gutem Grunde darthun wird, die Israeliten hatten das Recht, fich irgend einen Gott zu wählen, und dieses Wahlrecht legten ste in Aarons Hände, als sie zu ihm sprachen: „Auf, und mache uns Götter, die vor uns her gehen! 2. Mose 32, 1. Wir bleiben dabei, das Volk hatte kein Wahlrecht, und was man selbst nicht hat, kann man auch an einen Andern nicht abtreten. Obgleich im Gesetz Moses nicht angegeben ist, auf welche Weise Gott der Herr die Wahl des Königs vollziehen wolle, so ist doch 1. Samuel 9 und 10 erzählt, wie sie sich bei der Erwählung Saul's in der That bekundet hat; denn der Herr hatte zu Samuel gesagt einen Tag zuvor, ehe Saul zu ihm kam: „Morgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden, aus dem Lande Benjamin; den sollst du zum Fürsten salben, über mein Volk Israel." Hier wird also Saul, als der vom Herrn selbst erwählte König bezeichnet, und diesen so Gewählten salbt Samuel. Dann heißt es 1. Samuel 10,17.: Samuel aber berief das Volk zum Herrn gen Mizpa. Vor diesem versammelten Volk wurde, wie auch sonst bei andern Gelegenheiten, das Loos geworfen, um aus demselben nicht etwa den Willen und die Wahl des Volkes, auch nicht den Willen und die Wahl Samuels, sondern den Willen und die Wahl des Herrn zu erkennen; denn „Loos wird geworfen in den Schooß; aber es fällt, wie der Herr will." Spr. 16, 33. Daß auch David nicht vom Volke noch von Samuel, sondern vom Herrn selbst zum Könige über Israel gewählt wurde, wird 1. Samuel 16, erzählt, und keine Exegese wird im Stande sein, ein konstitutionelles Königthum, einen vom Volke erwählten konstitutionellen König aus

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