Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 1-2 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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31 richtet worden seien mit Ausnahme der Frauen und Kinder. Diese traurige Nachricht hat sich aber, Gott sei Dank, nicht bestätigt. Nach den neuesten, zu Anfang December eingegangenen Nachrichten von den Gefangenen — vom 25. August und 15. September — befinden sie sich alle wohl, obschon in Ketten; Herr Rosenthal ist bei seiner Frau in Gaffat. Gott gebe, daß die Gesandschaft des theuern Flads nach England, der jetzt wohl schon wieder in Gaffat eingetroffen sein wird, nicht vergebens sei, und daß die Gefangenen nun bald, in volle Freiheit gesetzt, zu den Ihrigen zurückkehren mögen. Wir wollen ihn, den treuen und allmächtigen Herrn und Heiland um diese Gnade anflehen. Pilgerlied. So wandern wir durch's Leben Zum sel'gen Ziele hin, Vom Pilgerkleid umgeben, Begabt mit Pilgersinn. Ein Hoffen, eine Treue, Ein Kampf mit Ungemach, Ein Trost, der uns erfreue, Es trifft uns eine Schmach. Und doch — wie die Gestalten Verschieden ganz und gar! Dem Blick sich hier entfalten Viel Bilder, scharf und klar. Siehst du die schnellen Schritte, Das siegesstolze Haupt? Rings weicht man solchem Tritte, Er sieht schon, was er glaubt. Und dort, in Thränen klagend, Zieht Einer seine Bahn, „Ach, wie so lange!" fragend, „Wann bricht der Morgen an?" Hier frommer Augen Glänzen, Als ob der Dorn nicht sticht. Sie ruhn auf Blumenkränzen, Die Dornen sehn sie nicht.