Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 1-2 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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IT kann in christlicher Hinsicht eine nachtheilige Wirkung haben. Der Beobachter in Kopenhagen und mit ihm der Herausgeber der Judenzeitung meint eine Niederlage oder wenigstens eine Abnahme des Christenthumö zu registriren, und stehe da, das Gegentheil ist die klare, einfache Wirklichkeit. Schreiber dieses hatte, als er diese „Privatmittheilung" aus „Dänemark" in der Judenzeitung las, gerade Gelegenheit einen tüchtigen, „schriftgläubigen" Candidaten der Theologie aus Kopenhagen über jene „christlichen Theologen," die in der Korrespondenz genannt sind und über ihre Schriften zu befragen. Der Kandidat las selbst den Artikel und gab dann folgende schriftliche Antwort zu beliebigem Gebrauch: „In einer Privatmittheilung, datirt Kopenhagen im April, wird es als eine, für den Beobachter des Zeitgeistes bedeutungsvolle Erscheinung erwähnt, daß in unfern Tagen die christlichen Theologen auf Kosten ihrer eigenen heiligen Bücher sich überall mehr und mehr mit „„unserer heiligen Schrift"" beschäftigen und somit sich selbst wie dem großen Publikum (!) die Augen für das viele Schöne und Wahre, das darin enthalten, öffnen. Es werden dann, als Belag dieser Behauptung, einige Uebersetzungsarbeiten von verschiedenen christlichen Gottesgelehrten Dänemarks angeführt. „Neben der augenfälligen Albernheit und Sinnlosigkeit dieses ganzen Raisonnements, die wohl nicht weiter erörtert zu werden braucht, liegt aber hier eine perfide, wenngleich darum nicht weniger grob unwissende Verdrehung vor. Es scheint nämlich dem Kopenhagener „„Beobachter des Zeitgeistes"" von Wichtigkeit zu sein, jene theologischen Arbeiten als eine Frucht judaisirender Richtungen bei den betreffenden Autoren darzustellen, vielleicht sieht er schon im Geiste den Tag anbrechen, wo die Dänen — Juden werden. Gegen jene Perfidie und diesen Jrrthum ist Folgendes zu sagen: „Die von dem Beobachter genannten Schriftsteller sind, besonders die beiden wichtigsten von ihnen, der Bischof D. G. Monrad und der Professor C. Hermansen (nicht Hermann, wie der Beobachter schreibt,) als wahrhaft christgläubige Männer und ehrwürdige Theologen bekannt. Daß eine Uebersetzung des Jesaias und Hiob, wie die des begeisterten Monrad, einen andern Character haben muß 2