Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 1-2 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Jesu nicht so beschaffen sind, daß sie irgend einen wirklichen, historischen Beweis für die active Theilnahme der Juden bei diesem Vorgänge liefern." Dann setzt er aber wohlweislich und bescheidentlich hinzu: „Ob wir in unserer Beweisführung glücklich gewesen, ob Manches, was wir gegen die Glaubwürdigkeit anführen, nicht zurück gewiesen werden kann, und dagegen noch gar Manches übergangen, was sich für unsere Ansicht anführen ließe, das mußten wir der weiteren Kritik überlassen, und glauben daher, der Mühe überhoben zu sein, jetzt schon wieder darauf einzugehen. Niemals kann man erwarten, daß Meinungen, welche durch viele Jahrhunderte hindurch geltend waren und als unumstößlich angesehen wurden, mit Einem Male aus der Welt zu schaffen seien. Genug, wenn der Anstoß gegeben ist; das Weitere ist der Zukunft zu überlassen." Dr. Phil, hofft und meint also wohl mit andern Worten, jetzt wird die Sache noch als Frage, als Untersuchung behandelt; ist aber nur „der Anstoß" einmal „gegeben," so wird „die Zukunft" schon „das Weitere" thun, es wird dann nämlich gar bald heißen, die Frage ist beantwortet, die Sache entschieden; die Untersuchung hat ergeben, die Juden haben Jesum wirklich nicht getödtet. — Unterdessen sind aber mehrere Kritiken erschienen, die dem Verfasser der Broschüre seinen Jubel wieder stören und trüben. Er erklärt jedoch in der angeführten Nr. 21, er wolle sie alle unberücksichtigt lassen und „aufdie vielen Schimpfereien, welche in katholischen Kirchen- und Litteraturblättern und in einigen evangelischen gegen ihn erhoben worden" gar „nicht eingehen." Doch „eine Ausnahme macht" er mit „einer Entgegnung," welche „das zu Karlsruhe erscheinende Reich Gottes, Christliches Volksblatt für das Rheinland bringt." Diese Entgegnung richtet nach Angabe der Judenzeitung drei Fragen an alle denkenden Israeliten. 1) Wie konnte Gott sein Volk seit achtzehn Jahrhunderten verstoßen und unter alle Völker zerstreuen, wenn es nicht gegen Seinen Rath verblendet war? — 2) Wie konnte der Name Christi der Name werden, vor welchem sich Griechenland, Rom, Gallien, Britannien, Germanien, Rußland, Amerika beugen, und nun in der Zeit des deutschen Unglaubens Ostindien, China, Afrika, ja Australien zu beugen anfängt? — 3) Wamm hat denn kein Jude damaliger Zeit eine richtige Lebensbeschreibung Jesu