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Dibre Emeth · 1867-01-01 · 1-2 (1867) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
23 (1867)
Issue
1-2 (1867)
Date
1867-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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3 fügten Gemüther nur noch mehr beunruhigt und geängstigt würden. Solche Warnungsstimmen sind dem Willen und Zweck des gnädigen Gottes geradezu entgegen, sie machen den schon sicheren Menschen nur noch sorgloser, so daß zuletzt die Klage des Propheten über Israel auch über uns geführt werden muß: „Du schlagest sie, aber sie fühlen es nicht; du plagest sie, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein härter Angesicht denn ein Fels, und wollen sich nicht bekehren." Jerem. 5, 3. Was würde man wohl von Kindern denken, die, wenn der Vater sie für ihre Unarten züchtiget, mit lachendem Muthe sagen würden, das ist gar nicht der Vater, denn Vater schlägt nicht? Vielmehr „lasset uns forschen und suchen unser Wesen, und uns zum Herrn bekehren. Laßt uns unser Herz sammt den Händen aufheben zu Gott im Himmel. Wir, wir haben gesündiget und sind ungehorsam gewesen; darum hast , du billig nicht verschonet." Klgl. 3, 40 —42. Die Freunde Israels halten billig ihre Augen auch jederzeit auf Israel und nach Jerusalem gerichtet, denn Israel soll ja nicht in seinem gegenwärtigen, traurigen Zustande der Zerstreuung und Gottentfremdung verharren; sondern es soll den Herrn, seinen Messias Jesum, suchen, erkennen und annehmen, es soll ja bekehret werden, so daß ihre Gerechtigkeit aufgehet wie ein Glanz und ihr Heil entbrennet wie eine Fackel. Immanuels Land soll nichteine ewige Wüstung bleiben, Jerusalem nicht immer von den Heiden zertreten werden; das untrügliche Gotteswort lehrt uns vielmehr die Zeit erhoffen und erflehen, da man die Nachkommen Abrahams, Israels und Jakobs wieder nennen wird: das heilige Volk, die Erlöseten des Herrn, und da Jerusalem gefertiget und gesetzt wird zum Lobe auf Erden, daß es heißen wird die besuchte und unverlassene Stadt. Jesaias 62. Die Freunde Israels wissen wohl, daß diese herrliche und selige Veränderung nicht erfolgen wird durch weltliche Macht und Gewalt, nicht durch Schwert und Streitroß, sondern durch den Geist Gottes, der die Predigt des Evangeliums in den Herzen Israels kräftig und lebendig macht, wie das Wort des Herrn von Serubabel heißt: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth." Sach. 4, 6. Wie aber die frühere leibliche Erlösung Israels aus dem Diensthause Egypten nicht geschah ohne große Bewegungen und Er- 1*

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