Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 23 (1867)
- Issue
- 1-2 (1867)
- Date
- 1867-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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s Thiere und Pestilenz über Jerusalem schicken würde, daß Ich darinnen ausrottete beide Menschen und Vieh." Verheerende Seuchen sind also nicht Sache eines blinden Zufalls. Was für natürliche Ursachen man auch anführen mag, um das Erscheinen solcher Uebel zu erklären, immer bleibt es zuletzt dabei: es ist der Herr, der sie sendet. Eben so ist es mit dem Kriege. Menschen sind es allerdings, äußerlich angesehen, die Krieg beschließen, Krieg erklären, Krieg führen, und so denkt Mancher, der Krieg hänge lediglich von Menschen ab, und man redet und schimpft gewaltig auf die Personen, die man als die Urheber des Krieges ansieht. Der gegenseitigen Beschuldigungen ist kein Ende, das Wort: Warum murren die Leute im Leben also? ein Jeder murre wider seine Sünde — findet kein Verständniß, man sucht überall den Thäter auf Erden aufzufinden und ergeht sich in wilder Erbitterung gegen ihn, während es klar ist wie der Tag, daß Niemand den Krieg gewollt, daß eine unsichtbare Hand ihn herbeigeführet hat, daß wir darin verwickelt sind, wir wissen nicht wie, daß Jeder gern einen Ausgang gefunden hätte, wenn er nur mit Ehren herauskommen konnte. Auch in Bezug auf die Heilmittel bleibt man vielfach bei der Erde stehen. Man will den Weltbrand mit einem Mäßlein Wassers löschen und hat keine Ahnung davon, daß wir in die Hand dessen gefallen sind, der zerreißet, ohne daß Jemand errette." Ev. K. Z. Die heilige Schrift bezeugt, es ist der Herr, der dem Schwerte gebietet, wie der Prophet Jer. 47, 6 sagt: „O du Schwert des Herrn, wenn willst du doch aufhören? Fahre doch in deine Scheide und ruhe, und sei stille. Aber wie kannst du aufhören, weil der Herr dir Befehl gethan hat." — Uns geziemt es daher, die Plagen, die uns in dem vergangenen Jahre getroffen haben, als Strafgerichte Gottes anzuerkennen, die Er um unserer Sünden willen hat über uns verhängen müssen, uns vor Ihm zu beugen und zu demüthigen, und Ihm, nachdem Er Seine schwere Hand wieder von uns genommen, mit Mund und That von Herzen zu danken. — Traurig aber ist es, wenn mitten in der Christenheit unter solchen offenbaren Strafen Gottes in Zeitungen und sonst Stimmen sich erheben, die öffentlich davor warnen, dergleichen Uebel für Strafgerichte Gottes zu erklären und sie Andern als solche vorzuhalten, weil dadurch, wie man sagt, die schon geäng-