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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 11-12 (1866) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
11-12 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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187 Schüler in dem protestantischen Collegium auf Malta) und ein Heer von höher» Beamten und ihren Begleitern. Jaques öbey sagte, nachdem er einen forschenden Blick auf die Gefangenen geworfen hatte, um zu sehen, ob sie sich alle aus Achtung für die Königswürde mit ihrem Shamas umgürtet hätten, in einem mhigen und bedächtigen Tone: „Herr Bardel, Janehoi (der König) ist zornig über Sie, weil Sie die Gefangenen in einem falschen Licht dargestellt, und ihn veranlaßt haben, sie in Fesseln zu legen. Sie haben auch von dem Negus selbst übel geredet, und haben ferner durch unbegründete Behauptungen versucht, Mißtrauen und Argwohn gegen ihre Landsleute in Gaffat zu säen." Madrigal übersetzte jedes Wort zum Nutzen Aller ins Französische, und der Angeklagte erwiederte, ohne die Beschuldigungen zu leugnen oder zuzugeben, einfach: „Wie, wie!" Diese indirecte Schutzrede gegen unverdiente Leiden erzeigte neue Hoffnung, die Heimath und die theuren Freunde wieder zu sehen. Jede Stunde verstrich nun in Erwartung, und jeder Bote von den Europäern verursachte Aufregung in uns. Ein Tag nach dem andern wurde jedoch von dem unaufhaltsamen Laufe der Zeit verschlungen, und die schmachvollen Ketten hingen noch an unser» Knöcheln. Endlich — ich glaube es war am 14. Februar — ließ uns Flad sagen, daß alle Arbeiter und Gefangene nach Gaffat gehen sollten. Das war für unsere Erwartungen ein harter Schlag, obschon das Uebermaß getäuschter Hoffnung nur dazu diente, die moralische und physische Kraft zu erneutem Muthe und zur Geduld anzufeuern. Abermals für ungewisse Zeit den Ketten und Gefängnisse überliefert, suchte ein Jeder nach seinem Geschmacke einige Beschäftigung, um sich die langen Stunden der fast nicht enden wollenden Tage zu verkürzen. Der Zuwachs unserer Zahl gewährte uns auch einige Gegenstände zur Unterhaltung. Papisterei, Zweifelsucht und Unglaube waren der Stoff unserer Erörterungen während eines Theils des Tages, während wir nicht selten an den Abenden damit beschäftigt waren, den geschwätzigen Wächtern die Grundsätze unsers Glaubens zu erklären. Am 29. Februar forderte mich der König durch S— auf, ihm eine gewisse Stelle der Schrift zu zeigen. S— war ausnehmend freundlich

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