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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 11-12 (1866) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
11-12 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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185 sei, und daß bei seiner Ankunft auch die europäischen Arbeiter in Gaffat in's Lager kommen würden, wohin sie gerufen wären, um einem besonder» Rache beizuwohnen. Das Gerücht bewies sich als wahr, denn am 3. Februar kehrte Herr Bardel von seiner geheimen Mission zurück, und am 5. kamen die Europäer von Debra Tabor an. Unmittelbar nach ihrer Ankunft verfügten sie sich zu dem königlichen Zelte, von wo sie nach einer längeren Conferenz zu unserm Gefängnisse gesanvt wurden. Die Herren Flad, Staiger, Brandeis, Cornelius, (der seitdem zu seiner Ruhe eingegangen ist), Joseph und Schiller wurden sogleich freigelassen — eine Gnade, welche nicht auf die mehr vcrläumdeten und gehäßigen Gegenstände der königlichen Rache ausgedehnt wurde. Unsere Besucher beraubten uns in der That nicht aller Hoffnung der Befreiung, im Gegentheil versicherten sie den Consul, daß, wenn er sich verbürge, daß die britische Regierung nicht auf Genugthuung für Alles, was sich ereignet habe, bestehen würde, sie, ohne ihr eigenes Leben in Gefahr zu bringen, unsere Freiheit und vieleicht die Erlaubniß, das Land zu verlassen, bewirken könnten; i wenn jedoch diese Bedingung seine Vollmacht überstiege (wie angeführt wurde) so versprachen sie, sich ihres Einflusses zu bedienen, um uns ein Asyl ohne Ketten entweder in Gaffat oder in irgend einem Dorfe in der Nachbarschaft zu sichern. Von Zweifel und Ungewißheit wie auf einem Meere herumgeworfen, empörte sich mein Gemüth über die in die Länge gezogene und erbärmliche Gefangenschaft und ich bemerkte sorglos: „Wenn ich der Freiheit beraubt bin, so bekümmere ich mich nicht um Ketten." Solche Zwischenfälle mögen geringfügig erscheinen; aber wenn je eine genaue Erzählung unserer Bande und unsers Elendes veröffentlicht wird, so werden sie Dinge erklären, über welche ein Gefangener in einem überfüllten Gefängnisse und umgeben von zahlreichen Wachen sich nicht weit auslassen darf. Die Zusammenkünfte zwischen dem Könige und den europäischen Arbeitern geschahen häufig, und dauerten oft, wie uns erzählt wurde, lange. Alle ij Abysstnier erwarteten, daß die weißen Gefangenen in Freiheit gesetzt; werden würden, ja einige von ihnen behaupteten sogar, daß der König geschworen habe, daß wir nicht lange mehr in Ketten seufzen J

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