Mannheim
Compact Memory

Dibre Emeth · 1866-01-01 · 11-12 (1866) · page 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
11-12 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2554541-2554749-2554756--04620-2560554
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

unseres Landes sprechen werden, und ob man nicht mit der Regierung in Conflict gerathe, wenn man denselben hart begegne. Auch wäre es mir erwünscht, wenn mir Herr Tscharni mittheilen könnte, wie und in welcher Weise sie unfern Glauben angreifen, um ihnen kampfbereit entgegen treten zu können. „Im Vertrauen auf Gott fürchte ich jedoch weder sie noch ihre Menge, denn so wie ein Lichtstrahl einen ganzen finstren Schacht erhellt, so schwindet auch eine Menge Lügen vor nur einem einzigen Worte der Wahrheit." „Ich schließe mit dem Wunsche, daß der Ewige sich unser erbarmen und uns bald die Tröstung Zions sehen lassen möge. Isaak Misrachi aus Derbend." Dieser Artikel kennzeichnet auf eine würdige Weise den Geist „der Toleranz und Humanität" des „Israelit." In dieser Mittheilung ist von „Hieb- und Feuerwaffen" die Rede, mit denen die Juden in Daghestan „versehen sind und von denen sie sich selbst beim Gebete nicht trennen." Da Herr T. ausdrücklich sagt, er habe „eines Freitag Abends," also nach jüdischer Zeitrechnung am Sabbath seine Zusammenkunft mit den Juden in der Synagoge gehabt, und da er diese Zeit der vielen Dorfbewohner wegen wählte, die an diesem Abend zur Stadt in die Synagoge gehen, so haben wir es hier mit Juden zu thun, die jedenfalls keine „echten und wahren" sind, sondern nach der Regel „des Israelit" außerhalb des Judenthums stehen und für dasselbe todt sind; denn sie tragen am Sabbath sogar Waffen, ohne sich innerhalb der Sabbathdräthe zu befinden. Unser Polemiker scheint dies in seinem Kriegseifer übersehen zu haben, sonst hätte er wohl wenigstens den „Freitag Abend" aus seiner Mittheilung weggelassen. Dem sei aber wie ihm wolle, so ist soviel ersichtlich, Herr T. hat seine Brüder eiligst in Kenntniß gesetzt, daß englische Missionare kommen würden, um sie zum Abfall zu verführen. Er sagt selbst, seine Brüder hätten, auf diese bloße Anzeige hin, „von Zorn und Wuth entstellt," einen „furchtbaren Anblick dargeboten" und „sofort nach ihren Waffen gegriffen." Herr T. scheint weder in diesem heldenmüthigen Auftreten seiner Brüder etwas Fremdartiges gefunden, noch daran gedacht zu haben, dieselben vor dem Gebrauch solcher Waffen zu warnen. In

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.