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Dibre Emeth · 1866-01-01 · 11-12 (1866) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
22 (1866)
Issue
11-12 (1866)
Date
1866-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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gegeben und mit einer deutschen Uebersetzung versehen ist, giebt die besten Waffen gegen die Zudringlichkeit der Missionäre in die Hand."— Es würde uns hier,, wenn wir auch das Werk zur Hand hätten, was nicht der Fall ist, doch nicht gestattet sein, auf dasselbe und dessen Uebersetzung einzugehen, vielleicht dürste es eine andere Feder in einem besonderen. Artikel thun. Wir wollen daher nur bemerken, daß genanntes Buch unter den orthodoxen Juden eine sehr beliebte Streitschrift gegen das Christenthum und das neue Testament ist, die ihnen, wie „der Israelit" sagt, die besten Waffen in die Hand giebt. Der Rec. meint, daß das „Werk durch seine vortreffliche Uebersetzung für alle Welt nutzbar gemacht" sei; also auch für alle die christlichen, heidnischen und türkischen Völker, die kein Wort Deutsch verstehen; auch giebt er demselben eine eigenthümliche Empfehlung mit auf den Weg, wenn er sagt: „mit großer Anerkennung spricht sich über dasselbe der berühmte Voltaire (Melanges, Th eil III p. 341) aus." Wirklich „für alle Welt" die beste Empfehlung! Wenn die Reformjuden in ihrer Polemik gegen das Christenthum sich auf einen Strauß, Renan und dergleichen berufen, so finden wir das, so zu sagen, in der Ordnung; denn beide, der ungläubige Jude und der ungläubige Christ, verwerfen die Bibel; aber wenn das Organ des orthodoxen Judenthums in einer religiösen Frage an Voltairs appelliren kann, von dessen „großer Anerkennung" spricht und ihm dabei noch den Beinahmen: „der Berühmte" giebt, so glauben wir, daß sich diese Orthodoxie ein trauriges Zeugniß ausgestellt hat. Das sind also „die besten Waffen" zur Bekämpfung des Christenthums und zur „Befestigung im Glauben" des orthodoxen Judenthums, „die des berühmten Voltaires große Anerkennung" genießen! Man sieht aus dem Angeführten, daß die orthodoxen jüdischen Bekämpfer der christlichen Mission mit den verschiedenartigsten Waffen austreten; ihr Entschluß ist gefaßt: „Bekämpfen wir Amalek zu allen Zeiten und an allen Orten;" und: „Die Missionäre müssen wir von unfern Brüdern fern halten mit aller Macht — ewiger Krieg gegen Amalek!" Man könnte vielleicht denken, mit einer solchen kriegerischen Sprache ist noch Nichts gethan, das sind Worte, leere Worte,' bloße „Redefiguren" und dergleichen. Allerdings werden die Missionare

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